Method Park: Wachstum in Europa und Asien

Die Method Park Holding AG aus Erlangen hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 16,3 Mio. Euro und damit ein Plus von neun Prozent erzielt.

Als Grund nannte das Software- und Systemhaus die außerordentlich guten Geschäfte im Bereich Engineering, bei Seminaren, Trainings und Workshops sowie bei den Lizenzverkäufen für ein Produkt zum Management komplexer Prozesse.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf Software für sicherheitskritische Systeme, zum Beispiel in der Automobilindustrie oder der Medizinbranche. Ihre Umsätze erwirtschaftete die Method Park Gruppe vorwiegend in Europa, daneben lag der Fokus im vergangenen Jahr auf dem asiatischen Markt. Die Firma ist an den Standorten Erlangen, Frankfurt am Main, Hannover, München und Stuttgart vertreten, daneben gibt es Niederlassungen in Detroit, Miami und Pittsburgh in den USA. Zum Jahreswechsel beschäftigte das Softwarehaus 167 Mitarbeiter, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu gehörten auch 22 Trainees und fünf Auszubildende.

Autor: (ug.)
www.methodpark.com
Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 05|2018, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-05/Koepfe/wachstum-in-europa-und-asien

HL-Studios: Industrie greifbar machen

Die Erlanger Agentur macht technische Geräte und Anlagen multimedial verständlich.

Wenn ein Hersteller von Industrieanlagen auf einer Messe zeigen will, was seine Produkte können, hat er es oft nicht leicht: Roboterarme, Digitalanzeigen, Fließbänder oder mannshohe Schaltschränke, die wahlweise brummen, surren, zischen oder einfach nur still vor sich hinarbeiten. All das anschaulich darzustellen und die Funktionen zu erläutern, ist oft eine Herausforderung. Unternehmen müssen überlegen, wie sie ihre Erzeugnisse für das Publikum zum Leben erwecken können, wenn es nicht möglich ist, die Produkte vor Ort aufzustellen und zu demonstrieren. Vor allem mit Blick auf die rasante technische Entwicklung, die die Geräte und Anlagen zunehmend komplexer macht, drängt sich diese Frage immer mehr auf. Die hl-Studios GmbH – Agentur für Industriekommunikation aus Erlangen hat sich dieser Herausforderung angenommen.

Angefangen hat die Firma als Fotostudio für Industriewerbung, das die beiden Erlanger Jürgen Hinterleithner und Alfons Loos 1991 in Nürnberg gründeten. Beide haben Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie und Film an der Technischen Hochschule Nürnberg studiert. 1996 zog die Agentur nach Erlangen-Tennenlohe um. Heute bietet das Unternehmen mit seinen über 100 Mitarbeitern an zwei Standorten ein breites Spektrum an Kommunikationsdienstleistungen an. Dazu gehören u. a. 3D-Animationen und computergenerierte Bildwelten (CGI), Druckerzeugnisse, Filme, Fotos, Grafikdesign, Techniken zur Darstellung virtueller und erweiterter Realität (Virtual / Augmented Reality), Apps, interaktive Messemodelle sowie Messen und Events.

Moderne Medientechniken wie Virtual Reality machen es möglich, dass der Betrachter das beworbene Produkt nicht nur im Katalog oder auf dem Bildschirm, sondern gleich virtuell anschauen kann. Dann lässt sich zum Beispiel die Fertigungsstraße nicht mehr nur im Katalog begutachten, sondern mittels Virtual-Reality-Brille begehen und in den maßstabsgetreuen Ausmaßen erkunden. Abgesehen davon können Unternehmen ihre Produkte auch in eine digital gestaltete Umgebung einbetten, zum Beispiel Medizingeräte in einem virtuellen Behandlungssaal platzieren und so einen Eindruck vom künftigen Einsatzort vermitteln. Auf diese Weise können sich die Auftraggeber auch aufwendige Studioaufbauten für Foto- oder Filmaufnahmen sparen, die ansonsten nötig wären, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Um große Maschinen, wie sie in der Industrie üblich sind, überhaupt in Szene setzen zu können, braucht es auch entsprechend große Räumlichkeiten. Die Agentur hat hierfür ein über 200 Quadratmeter großes, befahrbares Studio zur Verfügung, in dem nach eigenen Angaben schon Maschinen mit über zehn Tonnen Gewicht gefilmt und fotografiert wurden. Darin befindet sich eine sechs Meter hohe grüne Spezialwand. Vor dieser kann das Team Detailbilder oder freistehende Aufnahmen anfertigen. So macht die Agentur mit ihren Medienproduktionen – ob gedruckt oder multimedial – Industrieanlagen, Maschinen und Geräte für das Publikum greifbar. Das sogenannte Hybrid-Studio bietet also dem Unternehmen zufolge völlig neue technische Möglichkeiten, mit denen die immer digitaler werdende Industrie besser kommunizieren könne.

Thematisch deckt die Agentur von Automation über Energie, Mobilität, Robotertechnik und IT bis hin zu Verkehrstechnik und Zulieferung ein breites Spektrum der Industriefertigung ab. Zu ihren Kunden zählen dementsprechend auch Schwergewichte der deutschen Wirtschaft wie Continental, Kuka, Osram, Siemens oder Bosch. 2014 eröffnete die Firma ein weiteres Büro in Berlin mit sechs Mitarbeitern. Da es sich bei den Kunden um international agierende Unternehmen handelt, sind die Film-, Foto- und Messeteams der hl-Studios auf dem ganzen Globus unterwegs.

Trotz der internationalen geschäftlichen Aktivitäten fühlt sich die Firma durch ihren Hauptsitz in Erlangen eng mit der Region verbunden. Besonders mit der Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern sowie mit Schulen und Hochschulen sei man im engen Austausch. So sitzt Geschäftsführer Alfons Loos beispielsweise im Hochschulrat der Hochschule Ansbach. Daneben engagiert sich die Agentur in vielfacher Hinsicht gesellschaftlich, zum Beispiel bei der Bürgerstiftung Erlangen, dem HC Erlangen oder im Stifterrat beim Museum Industriekultur, bei dem es auch auf eine anschauliche Darstellung von Technik ankommt.

Autor: (ug.)
www.hl-studios.de
Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 05|2018, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-05/unternehmen/industrie-greifbar-machen

Sparkasse Erlangen: Fusion gut gemeistert

Über 1 000 Mitarbeiter sind für die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach tätig.

Sie war am 1. Juli 2017 durch die Fusion der Kreissparkasse Höchstadt und der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen entstanden. Wie zugesagt habe es keine fusionsbedingten Kündigungen gegeben, so Vorstandsvorsitzender Johannes von Hebel, der eine positive Zwischenbilanz zog: „Es läuft gut. Wir hätten es nicht so schnell geschafft, wenn die Mitarbeiter nicht so gut mitgezogen hätten.“ Das Netz von 68 Geschäftsstellen solle weitergeführt werden, es sei keine Schließung von Filialen geplant. Bis 30. April soll das gesamte Fusionsvorhaben mit rund 300 einzelnen Arbeitspaketen endgültig abgeschlossen sein. Die Kosten des Zusammenschlusses, die auf einen geringen einstelligen Millionenbetrag veranschlagt wurden, seien gut verkraftet worden. Trotz dieser Aufwendungen und trotz der unverändert niedrigen Zinsspanne sei der Jahresüberschuss mit 8,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau geblieben.

Gemessen an der Bilanzsumme von 5,7 Mrd. Euro belegt das Erlanger Geldinstitut laut von Hebel Platz 6 unter den größten Sparkassen in Bayern. Das Kreditgeschäft wuchs im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 3,5 Mrd. Euro. Die Immobi- lienabteilung hat rund 350 Objekte im Wert von über 100 Mio. Euro vermittelt. Der Umsatz beim Wertpapiergeschäft lag bei 520 Mio. Euro (plus sieben Prozent), das Gesamtvolumen der Einlagen beläuft sich nunmehr auf 4,8 Mrd. Euro.

Autor: (ug.)

Leistungszentrum Elektroniksysteme: Sparsam mit Energie

Auf Forschung in Leistungselektronik und Low-Power-Elektronik ist das LZE in Erlangen-Tennenlohe spezialisiert.

Zu einem deutschen und europäischen Kompetenzzentrum für die angewandte Forschung auf dem Gebiet der Elektroniksysteme hat sich das Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE) in Erlangen-Tennenlohe entwickelt. Es wurde vor drei Jahren als Pilotprojekt gegründet. Im LZE arbeiten die beiden Erlanger Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS und für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und mit Partnern aus der Industrie zusammen.

Ein Fokus des LZE liegt auf der Leistungselektronik: Moderne leistungselektronische Komponenten und Systeme sind das Rückgrat für die Energieversorgung der Zukunft. Dazu zählen beispielsweise hocheffiziente Leistungswandler, Speichersysteme oder die Netzanbindung regenerativer Energiequellen. Der andere Schwerpunkt liegt auf der Low-Power-Elektronik, eine wesentliche Herausforderung für die Elektrotechnik: Systeme, die vom Stromnetz unabhängig sind, müssen für einen zuverlässigen Betrieb immer energieeffizienter laufen. Verbraucher kennen die Anforderung von ihren täglichen elektronischen Begleitern („Wearables“) etwa in den Anwendungsbereichen Sport und Gesundheit. Auch im industriellen Umfeld ist zum Beispiel das Internet der Dinge für eine vernetzte Industrie 4.0 von elementarer Bedeutung.

Laut Dr.-Ing. Christian Forster vom Fraunhofer IIS, der die LZE-Geschäftsstelle u. a. mit Dr.-Ing. Bernd Fischer vom Fraunhofer IISB leitet, geht es nicht zuletzt darum, Innovationszyklen zu beschleunigen. Dafür nehme das LZE auch die Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette unter die Lupe, ergänzt Fischer.

Mehr unter https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-03/Special/sparsam-mit-energie

Homepage LZE: http://www.lze.bayern/

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 3|21018

Evosys Laser: Neuer Standort in Erlangen

Das Erlanger Technologieunternehmen Evosys Laser GmbH wurde vor zwei Jahren gegründet und war seitdem im Gebäude der Erlanger Intego GmbH ansässig.

Intego, die auf optische Inspektionsanlagen für die Fertigung spezialisiert ist und im Jahr 2002 den IHK-Gründerpreis gewonnen hatte, engagiert sich als Investor und Partner von Evosys. Seit der Gründung ist die Evosys Laser GmbH stark gewachsen, sodass der Umzug in neue Räumlichkeiten notwendig wurde. Am neuen Standort in Erlangen-Schallershof stehen nun ausreichend Laborflächen und Fertigungskapazitäten zur Verfügung.

Nach Worten der Evosys-Geschäftsführer Frank Brunnecker und Holger Aldebert können die Kunden im größeren „Technikum“ in der Schallershofer Straße optimal betreut werden. Außer der eigenen Fertigungshalle stehen dem Team nun auch größere Büro- und Besprechungsräume zur Verfügung. Evosys Laser fertigt eine neue Generation von kundenspezifischen Lasersystemen für die Materialbearbeitung, insbesondere für das Laserschweißen von Kunststoffen.

www.evosys-laser.com
Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 3|2018:https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-03/unternehmen/neuer-standort-in-erlangen

Materna: Standort Erlangen gestärkt

Seit 1993 ist das Dortmunder IT-Beratungsunternehmen Materna GmbH mit einem Standort in Erlangen vertreten. In der Metropolregion Nürnberg betreut der Dienstleister u. a. Großkunden wie Bundesagentur für Arbeit, Siemens, Adidas, Schaeffler/Continental und T-Systems.

Im vergangenen Jahr bezog die Niederlassung mit ihren 30 Mitarbeitern den neuen Standort im Gewerbegebiet Erlangen-Tennenlohe. Mit den langfristig angemieteten Räumen im Gebäude „Papilio Office“ wurden nach Unternehmensangaben die Weichen für ein weiteres Wachstum in der Region gestellt.

Vor Kurzem wurde der neue Standort offiziell von den Materna-Geschäftsführern Helmut Binder und Michael Knopp eröffnet. Nach Aussage von Standortleiter Dominik Beuer bietet er ausreichend Möglichkeiten, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem ermögliche die offene Büroarchitektur neue Arbeitswelten und damit eine bessere Zusammenarbeit bei komplexen IT-Projekten. Ein wichtiger Standortfaktor sei auch die Nähe zu den Hochschulen in Nürnberg und Erlangen mit den dortigen Informatik-Lehrstühlen.

Der IT-Dienstleister Materna ist weltweit aktiv und setzt mit insgesamt mehr als 1 900 Mitarbeitern jährlich rund 220 Mio. Euro um. Das Unternehmen sieht sich auch als Spezialist für zukunftsweisende IT-Themen wie Cloud, Blockchain, Künstliche Intelligenz sowie Virtual und Augmented Reality.

Codemanufaktur: Werkstatt für Software-Ideen

Software-Entwicklung in Bereichen wie Big Data, Deep Learning und Künstliche Intelligenz ist die Spezialität der Codemanufaktur GmbH in Erlangen.

Das Unternehmen, das maßgeschneiderte Software-Lösungen für Branchen wie Automatisierungstechnik und Autoindustrie erarbeitet, hat vor Kurzem neue Geschäftsräume in der Nägelsbachstraße in Erlangen bezogen. Auf 1.000 Quadratmetern finden die Mitarbeiter nun ein modernes Umfeld, um neue Technologien, Trends und Tools zu entwickeln und zu testen, so Geschäftsführer Vit Matousek, der das Unternehmen gemeinsam mit Technik-Chef Alexander Martin führt. Willkommen seien auch Gäste, die in der sogenannten „Ideenwerkstatt“ zeitweise Arbeitsplätze mieten können. „In der eigenen Blase ist es oft am schwierigsten, wirklich ausgefallene und innovative Ideen zu entwickeln. Der kreative Austausch mit unseren Gästen ist ein unverzichtbarer Impuls für uns“, sagte Matousek, der den Umsatz des vergangenen Jahres mit über drei Mio. Euro angibt.

Matousek war zunächst als freiberuflicher Software-Entwickler tätig, bevor er sich im Jahr 2011 für die Unternehmensgründung entschied. Heute arbeiten 40 Personen an individueller Software, die „in Handarbeit in der eigenen Werkstatt“ entsteht, wie Matousek sagt. Dazu sei es nötig, dass jeder Mitarbeiter sein volles Potenzial ausschöpfen könne, weshalb bei der Codemanufaktur Wert gelegt werde auf eine offene und respektvolle Kommunikation sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Kunden und Geschäftspartnern. Für ein kreatives Umfeld sorgen außer den neuen Räumlichkeiten auch flexible Arbeitszeitmodelle, das hauseigene Hockey-Team „Codemanufaktur Thunderbirds“ und die Unternehmenswährung „Wollibu“.

eesy-ic: Die Analog-Digital-Wandler (aus Erlangen-Tennenlohe)

Auf die Entwicklung von Integrierten Schaltungen ist die eesy-ic GmbH in Erlangen-Tennenlohe spezialisiert.

Unsere Kernkompetenz ist der Entwurf von Integrierten Schaltungen und die Entwicklung von entsprechenden Testlösungen.“ So beschreibt Geschäftsführer Dr. Frank Ohnhäuser die wichtigsten Geschäftsbereiche der eesy-ic GmbH, die er gemeinsam mit Andreas Rother leitet. Entstanden ist das Technologieunternehmen im Jahr 2012 als Ausgründung aus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Gründer waren damals Prof. Dr. Robert Weigel (Inhaber des Lehrstuhls für Technische Elektronik in Erlangen) und Prof. Dr. Richard Hagelauer (Universität Linz), die seit vielen Jahren intensiv an der Weiterentwicklung von Integrierten Schaltungen (ICs) forschen und die weiterhin eng mit eesy-ic zusammenarbeiten. Die beiden Professoren, die zudem weitere „Spin-offs“ gegründet haben, brachten auch wertvolle Kontakte zu führenden europäischen Halbleiterherstellern ein.

Der Austausch mit der Wissenschaft bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die eesy-ic GmbH. Deshalb zog sie Mitte vergangenen Jahres mit ihrem „Headquarter“ und dem gesamten Team vom Nürnberger Südwestpark nach Erlangen-Tennenlohe, wo eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen ihren Sitz hat. Von dort ist es nicht weit zum Innovations- und Gründerzentrum (IGZ), zur Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg und zu den beiden Fraunhofer-Instituten für Integrierte Schaltungen IIS und IISB. Dieses Netzwerk mit Akteuren aus unterschiedlichen Technologiefeldern ist auch deshalb interessant für eesy-ic, weil deren ICs in einer ganzen Reihe von verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden. Die Kunden aus dem In- und Ausland kommen dementsprechend aus vielen unterschiedlichen Branchen, z. B. aus Maschinenbau und Automatisierungstechnik, Energietechnik, Sensorik, Medizintechnik und Mobilkommunikation.

Der enge Kontakt mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist für eesy-ic auch deshalb wichtig, weil dort der hoch spezialisierte Nachwuchs an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern rekrutiert werden kann. Aktuell beschäftigt eesy-ic rund 50 feste Mitarbeiter, hinzu kommen durchschnittlich zehn Studenten. Das neue Gebäude in Erlangen-Tennenlohe, das komplett gekauft wurde, ist teilweise vermietet und würde bei einem weiter dynamischen Wachstum Platz für rund 220 Mitarbeiter bieten.

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Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 1|2018, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-01/Koepfe/die-analog-digital-wandler

Access: Mitten im Arbeitsleben

Mit großem Erfolg integriert die Erlanger Access GmbH behinderte Menschen in die Arbeitswelt.

Tiago Graf hat das Down-Syndrom und arbeitet als Bürohelfer bei einem Marktforschungsunternehmen in Rückersdorf. Carina S. sitzt wegen einer Querschnittslähmung im Rollstuhl und ist für die Arztsekretariate einer Klinik tätig. Lisa A. mit dem Williams-Beuren-Syndrom wirkt als Therapieassistentin in einem Reha-Zentrum. Und Florian S., der eine Tetraspastik hat, ist Mitglied eines dreiköpfigen IT-Teams im Nürnberger Land. Geschafft haben sie das mit Hilfe der Erlanger Integrationsbegleitung Access – einer gemeinnützigen GmbH, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Dies sind nur vier von über 500 Menschen mit Handicap und besonderem Unterstützungsbedarf, die von Access (auf deutsch „Zugang“) in den Arbeitsmarkt vermittelt und dort langfristig integriert wurden.

Drei Gesellschafter hatten die „Access Integrationsbegleitung Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben gemeinnützige GmbH“ – so der vollständige Name – am 1. Juli 1998 aus der Taufe gehoben: der Freundeskreis des Wichernhauses in Altdorf, der Verein zur Integration behinderter Menschen „Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen“ im Nürnberger Land und das Erlanger „Zentrum für selbstbestimmtes Leben“.

Heute haben die Projekte weitaus größere Dimensionen als in der schwierigen Anfangszeit. So fließen z. B. noch bis März 2018 Fördergelder des Bundes in das Projekt „Zusammenarbeit – Inklusion in eine gemeinsame Arbeitswelt“ (Zusa), das innerhalb von drei Jahren mit 1,6 Mio. Euro gefördert wurde. Über „Zusa“ wurden in dieser Zeit im Projektgebiet, das die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt umfasst, über 190 Menschen mit Schwerbehinderung erreicht, die Arbeitslosengeld II beziehen. Durch Qualifizierung und intensive Begleitung konnten bereits über 50 von ihnen in eine Beschäftigung gebracht werden.

Dazu waren, auch mit Unterstützung der IHK-Geschäftsstelle Erlangen, rund 900 potenzielle Arbeitgeber kontaktiert worden mit der Bitte, Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Vor jedem Praktikum standen eine dreimonatige Trainingsphase durch professionelle Access-Inklusionsbegleiter sowie eine Probearbeit, die von einem Coach begleitet wurde und die in den Integrations- und Sozialbetrieben bzw. in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung der beteiligten Partner stattfand (Laufer Mühle, Regnitz-Werkstätten, Lebenshilfe, Wabe und WAB Kosbach).

(mehr Infos unter Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 1|2018; https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-01/Special/mitten-im-arbeitsleben)

Heitec: Aus der Taufe gehoben

Die Heitec AG aus Erlangen hat zusammen mit ihrem Partner, der DMG Mori AG aus Bielefeld, das Joint-Venture „DMG Mori Heitec“ gegründet.

Ziel ist es, die Entwicklung von Automatisierungslösungen durch Software-Unterstützung zu beschleunigen. Beide Unternehmen halten jeweils 50 Prozent an der neuen Firma, der Firmensitz ist Erlangen. DMG Mori Heitec entwickelt virtuelle Modelle von Maschinen, Anlagen, Roboterapplikationen und Materialflüssen (sogenannte „digitale Zwillinge“), um Projektdurchlaufzeiten und die Inbetriebnahme vor Ort signifikant zu reduzieren. Zudem können zukünftige Erweiterungen oder Änderungen der Anlagen mit Hilfe des digitalen Zwillings parallel zum laufenden Betrieb geplant und getestet werden. Weiterhin plant die Firma, Automatisierungsstandards für unterschiedliche Branchen zu schaffen.

DMG Mori stellt Werkzeugmaschinen her, unterhält 14 Produktionswerke und setzt mit 12 000 Mitarbeitern weltweit über drei Mrd. Euro um. Der Automatisierungsspezialist Heitec beschäftigt an zahlreichen Standorten im In- und Ausland mehr als 1 000 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr rund 110 Mio. Euro um.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 12|2017, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-12/unternehmen/aus-der-taufe-gehoben