Key to Bavaria – Key to Erlangen!

Mit mehr als 32.000 Einträgen stellt Bayern International in der Firmendatenbank “Key to Bavaria” kostenlos umfassende Informationen über bayerische Unternehmen und Institutionen bereit. Mit einem Eintrag steigern Sie den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens und eröffnen dem Unternehmen regional und überregional neue Geschäftsmöglichkeiten. Der Eintrag ist kostenlos, unkompliziert und kann jederzeit aktualisiert werden.

Unternehmeraustausch am 21.11.2018 in Herzogenaurach: Beschäftigung von Flüchtlingen

Die Möglichkeiten, dem Fachkräftemangel zu begegnen sind
vielfältig. Viele Unternehmen in Mittelfranken gehen bereits
neue Wege und erproben innovative Konzepte. Im Rahmen
der neuen Veranstaltungsreihe „IHK im Gespräch“ möchten
wir Sie einladen, Ihre Ideen auszutauschen und
weiterzuentwickeln – beim ersten Austausch richten wir den
Fokus auf das Thema Beschäftigung von Flüchtlingen.
Am 21. November öffnet hierzu adidas die Türen und gibt
Einblicke in das adidas Integration Program, das jungen
Geflüchteten den Start im Unternehmen ermöglicht. Im
Anschluss möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben,
miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen
auszutauschen und Fragen an die Referenten und die IHK-Willkommenslotsin zu richten.

https://www.ihk-nuernberg.de/de/veranstaltung/IHK-im-Gespraech-bei-adidas/543

Einladung IHK im Gespräch am 21.11.2018 in Herzogenaurach

Elektrische Transporträder ausleihen – kostenlos!

Seit August 2018 bietet die Stadt Erlangen acht Transporträder mit Elektroantrieb an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet zum kostenlosen Verleih an, z. B. auch in Ortsteilen wie Eltersdorf (Hofladen Familie Ebersberger), Büchenbach (Fahrrad Schreiber), Kriegenbrunn (Herr Egelseer) oder Dechsendorf (Fahrrad Meier).

Diese Transporträder können für maximal vier aufeinander folgende Tage gebucht werden. Bei Ausleihwünschen für eine längere Zeit nehmen Sie bitte mit dem Anbieter Kontakt auf.

Das Projekt steht für Ressourcenschonung (viel weniger Treibstoff pro Transport), Verkehrsberuhigung (Lärmschutz, Luftreinhaltung), lebenswerte Stadt (mehr Platz für Menschen statt für Autos) sowie für eine gemeinsame Nutzung anstelle individuellen Konsums.

Transportfahrrad buchen

 

KUM | Möbius & Ruppert: In der Welthauptstadt der Bleistiftspitzer

Auf fast jedem Schreibtisch sind Bleistiftspitzer zu finden. Seine Ursprünge hat das Zeichengerät in einer mittelfränkischen Stadt.

Erlangen gehört zu den Städten mit den meisten Patentanmeldungen in Europa. Heute sorgen der Siemens-Konzern sowie die universitären Einrichtungen und wissenschaftlichen Institute für den Erfinderreichtum, doch die Tradition reicht weit zurück. So gilt die Stadt auch als Geburtsort eines so profanen Geräts wie des kegelförmig gebohrten Bleistiftspitzers, 1908 erfunden von dem damals in einer Bürstenfabrik tätigen Konstrukteur Theodor Paul Möbius. Er war es eines Tages leid, seine abgeschriebenen Bleistifte mit dem Taschenmesser anspitzen zu müssen. Daraus hat sich in Erlangen eine kleine Industrie entwickelt, die heute noch durch die Firmen KUM sowie Möbius & Ruppert repräsentiert wird. Sie beliefern zusammen nach wie vor zu etwa 75 Prozent den Weltmarkt für Bleistiftspitzer.

Die Erfindung des heute alltäglichen Gebrauchsgegenstands, in jedem Büro und Schulmäppchen zu finden, gilt als Revolution in der 450-jährigen Geschichte des Bleistifts. Dieser besteht  entgegen dem Volksglauben und Sprachgebrauch nicht aus weichem und giftigem Blei, sondern aus einem Grafit-Ton-Gemisch, das bei 1 000 Grad Hitze gebrannt wird. So muss der Spitzer außer dem Holz auch die steinharten Tonpartikel abraspeln, was stabile Messer erfordert. Diese sind aus chromlegiertem, mit rund einem Prozent Kohlestoff angereichertem Stahl, werden auf rotglühende 800 Grad erhitzt, dann herunter gekühlt und wieder auf 200 Grad aufgeheizt, was dem Messer hohe Flexibilität verleiht. Bei der anschließenden Politur liegen die erlaubten Toleranzen bei höchstens 0,03 Millimetern. Bevor das Messer in den keil- oder quaderförmigen Korpus aus Magnesium oder Messing eingebaut wird, wird es mit Ultraschall gereinigt und einer hauchdünnen Ölschicht überzogen.

Quelle und Fortsetzung in der Wirtschaft in Mittelfranken WiM 09|2018: https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-09/unternehmen/in-der-welthauptstadt-der-bleistiftspitzer

Der City-Gutschein Erlangen: Einkaufsgutschein startet in Erlangen mit 200 Akzeptanzstellen

Ab Oktober einlösbar ist der neue Einkaufsgutschein des City-Management Erlangen, gefördert durch finanzielle Mittel der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach, der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, der Stadt Erlangen sowie den Erlanger Stadtwerken.

Die Gutscheine (drei Motive, Wert: 10 Euro) sind in der Tourist-Information in der Goethestraße 21 a, den Sparkassenfilialen am Hugenottenplatz sowie am Martin-Luther-Platz, bei Intersport und Modehaus Eisert sowie dem Kitzmann BräuKontor erhältlich. In allen Verkaufs- und Akzeptanzstellen liegen die Informationsbroschüren zum City-Gutschein Erlangen aus. Zum Start beteiligen sich ca. 200 Akzeptanzstellen, von A wie Apotheke bis W wie Wohnen.

Immer wieder wurde in der Vergangenheit von Gästen, Bürgern und vor allem den Händlern, Gewerbetreibenden, Dienstleistern, Gastronomen, den Hoteliers und Freiberuflern und vielen anderen der Wunsch geäußert, einen Einkaufsgutschein für das gesamte Stadtgebiet Erlangen ins Leben zu rufen. Der neue City-Gutschein Erlangen bündelt nun diese Idee mit der entspannten Suche nach einem passenden Geschenk für Jedermann. Nebeneffekt: Das Geld bleibt in der Stadt.

Und nicht nur für Privatpersonen ist der City-Gutschein attraktiv. Auch für Unternehmen kann dieser eine elegante Möglichkeit darstellen, Zuwendungen und Standortförderung zu verknüpfen. Mit bis zu 44 € pro Mitarbeiter und Monat ist die Herausgabe des Gutscheines sogar
steuerfrei.

Mehr unter http://www.erlangen.info/city-gutschein_erlangen/

Autohaus Pickel: Weichen für dritte Generation gestellt

Das familiengeführte Autohaus Josef Pickel GmbH & Co. KG mit Sitz in Erlangen feiert in diesem Jahr 85-jähriges Bestehen.

Michael und Franz Pickel, die Geschäftsführer des Mercedes-Benz-Autohauses, planen in den nächsten beiden Jahren umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen für das Firmengelände. Dabei wollen sie vor allem in den Service für alternative Antriebe, die digitale Präsentation sowie eine bessere Ablauforganisation investieren. Außerdem fördert das Autohaus den eigenen Nachwuchs: Derzeit sind 29 Auszubildende in diversen technischen und kaufmännischen Berufsrichtungen beschäftigt.

Die Weichen für die Zukunft des Familienunternehmens sind bereits gestellt: Michael Pickels Tochter Andrea, die derzeit als Assistenz der Geschäftsführung tätig ist, soll es in der dritten Generation weiterführen.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 09|2018, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-09/Koepfe/weichen-fuer-dritte-generation-gestellt

Schloss Hemhofen: Ökologisch feiern

Ein barockes Schloss als Veranstaltungsort und eine Firmengruppe rund um ökologische Produkte: Mit diesem Konzept überzeugte Dr. Hannah Winkler von Mohrenfels beim IHK-Gründerpreis.

Was macht man, wenn man ein kaum genutztes Schloss geschenkt bekommt? Vor dieser Frage stand vor fünf Jahren Dr. Hannah Winkler von Mohrenfels, als ihr Vater ihr das traditionsreiche Schloss Hemhofen im Landkreis Erlangen-Höchstadt überschrieb. Sie beschloss, dem im Jahr 1714 errichteten Gebäude neues Leben einzuhauchen, gründete die Schloss Hemhofen GmbH. Nur wenige Monate später übernahm sie auch die familieneigene Direktvermarktung Abokiste und sukzessive das ökologisch wirtschaftende Landgut Schloss Hemhofen. Sie stellte sich der Herausforderung der Unternehmensnachfolge und optimierte die schon bestehenden Betriebe. “Unsere Firmengruppe deckt eine breite Produktpalette rund um das nachhaltige, ökologische und sozial bewusste Leben ab”, so die Unternehmerin.

Das Barockschloss hatte lange Jahre als Kirche gedient, nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergte es Flüchtlinge, später eine Kommune und eine Arztpraxis. Zuletzt blieb das historische Gebäude jahrelang größtenteils ungenutzt. Das hat sich grundlegend geändert: “Heute bilden das Schloss und die umliegenden historischen Räume und Plätze wieder ein stilvolles Ambiente für Veranstaltungen aller Art”, so die promovierte Diplom-Kauffrau, deren Familiengeschlecht sich bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Als “Schlossherren für einen Tag” können Privatleute oder Unternehmen das Schloss für Feiern, Hochzeiten, Tagungen, Fachmessen, Oldtimertreffen etc. mieten. In den Räumen finden rund 300 Personen Platz, davon 100 alleine im Barocksaal. Je nach Art der Veranstaltung werden die Räumlichkeiten stilvoll in Szene gesetzt, z. B. für Sektempfänge und Kaffeetafeln im Schlosshof, für romantische Abendessen im Barocksaal oder für Tanzveranstaltungen in der historischen Schlosshalle. Außerdem werden eigene Großveranstaltungen wie das jährliche Hoffest und die Landweihnacht organisiert.

Zum Familienbesitz gehört auch das Landgut, auf dem seit über 30 Jahren auf 145 Hektar ökologisch gewirtschaftet wird (Anbau von Freilandgemüse und Getreide, Schweine- und Karpfenzucht sowie Forstwirtschaft). Dazu gehört ein Unternehmensverbund, der zu 100 Prozent in Familienbesitz ist: Die hofeigene Abokiste GmbH wurde vor 25 Jahren gegründet und vermarktet eigene Erzeugnisse sowie die anderer regionaler Öko-Bauern, Bäcker und Veredler. Mit eigenen Fahrzeugen werden über 2 000 Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen im Umkreis von mehr als 50 Kilometern beliefert. Rund 10 000 Kinder in Krippen, Kindergärten und Schulen werden mit ökologisch erzeugtem Obst und Gemüse versorgt.

Zum Firmenverbund gehört außerdem die Ökost GmbH, die Kloßteig, Spätzle und andere Kartoffelprodukte für die Abokiste sowie für den Bio-Groß- und -Einzelhandel herstellt. Der jüngste Spross in der Unternehmensfamilie ist die Gaumenfreunde GmbH: Sie ist auf frische, vorportionierte Lebensmittel und Zutaten in Bio-Qualität für klassische, vegetarische und vegane Gerichte spezialisiert. Die bisher über 100 Rezepte, die im wöchentlichen Wechsel an die Kunden mitgeliefert werden, hat die Schlossherrin gemeinsam mit Köchen und Food-Bloggern selbst erarbeitet. Sie will mit den Gaumenfreunden eine neue Zielgruppe ansprechen, aber auch neue Kunden für die Abokiste gewinnen, da diese die Bio-Kochkisten regional ausliefert.

Autor: leo.

www.schloss-hemhofen.de
www.abokiste.de
www.oekost.de
www.gaumenfreun.de
Zum Portrait des Schlosses Hemhofen (www.ihk-gruenderpreis-mittelfranken.de)

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 09|2018, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-09/business/oekologisch-feiern

Coworking-, Office-, Event- und Conference-Spaces in Erlangen

Große und kleine Unternehmen, Startups, Freischaffende und Kreative aufgepasst! Erlangen bietet immer mehr Coworking-, Office-, Event- und Conference-Spaces.

Sie suchen vorübergehend einen Büroarbeitsplatz? In Office-Spaces können Sie völlig unabhängig agieren. Sie erhalten eine modern ausgestattete Bürofläche zur zeitlich flexiblen Nutzung. In Coworking-Spaces können Sie die kreative Interaktion suchen und gemeinsam mit anderen Projekte, Aktivitäten, Netzwerke und Synergien entwickeln. Durch die räumliche Nähe profitieren Sie von den Erfahrungen der Community.

Wir haben die Erlanger Anbieter von Coworking-, Office-, Event- und Conference-Spaces zusammengestellt und würden uns über zusätzliche Hinweise freuen:

www.coworking-erlangen.de

www.business-coworking.de

www.kreativlabor-erlangen.com

www.brucklyn-hall.de

www.designoffices.de

Pfeiffer Leder & Mode: Maßkleidung für die Hände

Mit dem Handschuhmacher-Handwerk wurde Erlangen einst weit über Franken hinaus bekannt. Heute ist Jürgen Pfeiffer einer der letzten seines Standes.

Erlangen hat durch die Ansiedlung hugenottischer Glaubensflüchtlinge aus Frankreich im 17. Jahrhundert wirtschaftlich enorm profitiert. Ein Beispiel ist die Zunft der Handschuhmacher: Jacques Colliveaux und Daniel Hugot aus der Stadt Vitry-le-François in der Champagne brachten sie 1686 nach Erlangen. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte sie ihre Blütezeit: Aufzeichnungen dokumentieren, dass um 1774 über 120 000 Paar in acht Werkstätten hergestellt und über Süddeutschland hinaus bis nach Russland und in die USA vertrieben worden sind. Um 1870 gab es 31 Betriebe mit 69 Gesellen und 52 Lehrlingen.

Heute hält nur noch Jürgen Pfeiffer als einer der letzten seines Fachs in Deutschland die Tradition hoch. Der 76-Jährige fertigt im ersten Stock eines Sandsteinhauses in der Erlanger Altstadt gerade noch ein paar Dutzend Exemplare nach Maß – statt der sechsstelligen Produktionszahlen seiner hiesigen Vorgänger Ende des 18. Jahrhunderts. Meist sind es ungewöhnliche Größen oder Modelle für orthopädische Zwecke. Eine treue Mitarbeiterin ist ihm dabei Heidi Haas, die seit 62 Jahren die Handschuhe zusammennäht.

Noch 1951 waren in dem 1876 gegründeten Familienbetrieb 60 Leute beschäftigt gewesen, darunter 13 Handschuhmacher, die etwa tausend Paar in der Woche schnitten. Jürgen Pfeiffer selbst begann 1954 als Lehrling, zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod seines Vaters durch einen Verkehrsunfall. „Ich habe diesen Beruf schon als Bub gewollt“, sagt er. Neun Jahre später legte er die Meisterprüfung ab. Er leitete neben dem Hauptsitz in der Erlanger Hauptstraße 52 weitere Filialen in Erlangen, Nürnberg, Fürth, Konstanz und Regensburg, zusätzlich um Damenoberbekleidung erweitert. Diese Niederlassungen mit den jeweils relativ kleinen Verkaufsflächen waren jedoch dem zunehmenden Wettbewerb nicht mehr gewachsen und mussten in den 70er und 80er Jahren schließen. Heute verdient die Pfeiffer Leder & Mode e. K. das Geld im gut sortierten Lederwarengeschäft in Erlangen mit Schwiegertochter Anette als Pächterin und Chefin. Handtaschen und Rucksäcke, Mäntel und Regenschirme, Geldbörsen, Gürtel, Schmuck und andere Accessoires sorgen dafür, dass der Familienbetrieb überlebt hat, ja optimistisch in die Zukunft blicken kann.

Jürgen Pfeiffer, letzter Obermeister seiner Innung, hat Höhen und Tiefen seines Gewerbes aus Aufzeichnungen erfahren oder selbst hautnah miterlebt. Zu Spitzenzeiten benannte man damals Glacé-Handschuhe – heute noch beim Wiener Opernball gefragt – nach der Stadt, aus der sie kamen: die „Erlanger Glacé-Handschuhe“. Die Massenproduktion zunächst aus Süditalien und Rumänien, heute aus Ungarn und vor allem Asien, hat die Maßhandarbeit verdrängt und unrentabel werden lassen. Denn um ein Paar Handschuhe zu fertigen und in Form zu bringen, sind etwa 90 Arbeitsgänge notwendig – die sich in den Jahrhunderten nicht verändert haben. Das Leder muss makellos sein, stammt u. a. vom Haarschaf – laut Anette Pfeiffer „das beste Handschuhleder, das es gibt“ –, vom neuseeländischen Curlylamm oder von südamerikanischen Peccary-Wildschweinen und wird über englische Großhändler bezogen. Pfeiffer wickelt es in ein nasses Tuch, kontrolliert es auf Narben und „allongiert“ es, d. h. er zieht es immer wieder über die Tischkante, bis es sich nicht mehr in die Länge ziehen lässt. Nur so ist gesichert, dass sich das Leder später nicht mehr ausdehnt, auf fränkisch „ausleiert“. Mit Hilfe einer Schablone werden die Rohlinge ausgeschnitten bzw. mit einer Handhebelpresse ausgestanzt. Die Näherin setzt die Einzelteile zusammen. Pfeiffer: „Jeder Stich muss sitzen, denn im Leder sieht man jedes Nadelloch.“ Zum Schluss wird der Handschuh „dressiert“, also über eine erhitzte Metallform gezogen, damit er glatt wird.

Mit seiner Handwerkskunst ist Handschuhmacher Jürgen Pfeiffer einer der letzten Vertreter einer hugenottischen Tradition, die nach dem Dreißigjährigen Krieg in Erlangen durch diese französischen Flüchtlinge fortgeführt worden ist und die Stadt in vergangenen Zeiten zu wirtschaftlicher Blüte führte – neben Weißgebern, Hutmachern, Strumpfwirkern und Kammmachern.

Autor:

(ug.)

IHK-Gremium Erlangen: Positionen zur Verkehrssituation in der Erlanger Innenstadt

Im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) Erlangen sind vernetzte Konzepte für den Autoverkehr, das Parken, den ÖPNV, den Fußgänger- und Fahrradverkehr erarbeitet worden. Derzeit steht hieraus insbesondere die Entlastung der Straßen vom Durchgangsverkehr zur Behandlung im Stadtrat. Beschlossen werden soll der sog. Planfall 8b, der dazu Maßnahmen in der Henkestraße (Geschwindigkeitsreduzierung und verkehrslenkende Maßnahmen) sowie in der Neuen Straße (Einbahnstraßenregelung, nur noch West-Ost-Verbindung) und Spardorfer/Essenbacher Straße (Geschwindigkeitsreduzierung) beinhaltet. Ein Handlungsdruck wird nicht zuletzt mit der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für NO2 begründet.

Das IHK-Gremium Erlangen hat die Pläne diskutiert und ein Papier mit fünf Positionen veröffentlicht. Sie können die Positionen des Gremiums hier im Wortlaut herunterladen. (pdf)

https://www.ihk-nuernberg.de/de/media/PDF/geschaeftsstellen/erlangen/positionen-des-gremiums-zu-vep-final-logo.pdf

Zusammenfassung der Positionen des IHK-Gremiums Erlangen:

  1. Autoverkehrs- und Parkkonzepte gemeinsam verwirklichen
    Eine Entlastung der innenstädtischen Straßen vom reinen Durchgangsverkehr wird vom IHK-Gremium Erlangen unterstützt. Verkehrseinschränkungen können aber auch abschreckend wirken und sollten nach Forderung des IHK-Gremiums nur “ganzheitlich im Zusammenhang und in einem positiv kommunizier- und erlebbaren Kontext” realisiert werden.
  2. Flexible Lösungen für ein sich veränderndes Stadtbild
    Konkrete Maßnahmen müssen aus Sicht des Gremiums vorausschauend, anpassungsfähig und reversibel ausgelegt werden.
  3. Vermeidung von Sperrungen
    Die Sperrung in der Martinsbühler Straße im Rahmen der Bahnneubaustrecke hat eindringlich gezeigt, wie Einschränkungen der Erreichbarkeit negative Auswirkungen auf die in der Erlanger Innenstadt ansässigen Unternehmen haben. Sperrungen für Autofahrer sollten daher vermieden werden. Die Schaffung von positiven Alternativen ist laut Gremium zu bevorzugen.
  4. Initiative für die nördliche Altstadt
    Um die in der nördlichen Altstadt beheimateten Einzelhandelsbetriebe zu unterstützen, fordert das IHK-Gremium, die von der Verwaltung vorgesehene aktive Prarkraumsteuerung und -erweiterung schnell umzusetzen und zu kommunizieren. Für die ansässigen Unternehmen sollten subventionierte Parkgebührenerstattungen ermöglicht werden.
  5. Transparenz in der Kommunikation
    Das IHK-Gremium Erlangen wünscht sich in Bezug auf Gutachten zur Schadstoffbelastung eine transparentere Kommunikation sowie die Einholung tatsächlicher Messwerte zusätzlich zu den bisherigen Berechnungen.