IHK-Gründerpreisträger 2019 aus Erlangen

Die Erlanger Frör Unternehmensgruppe erhält 2019 den IHK-Gründerpreis. Die Firma wurde für den erfolgreichen Generationenübergang in Verbindung mit einer Neuausrichtung des Unternehmens ausgezeichnet.

Bei der IHK heißt es u.a. dazu:

„Beispielhafte Unternehmensnachfolge und erfolgreiche Neuaufstellung: Damit hat die Frör-Group aus Erlangen den IHK-Gründerpreis 2019 gewonnen. 2015 hatte Johannes Lehmann zusammen mit seiner Schwester Ulrike nach dem Tod der Mutter, der Inhaberin, die Unternehmensgruppe
übernommen. Sie besteht heute aus den Erlanger Firmen Frör Kunststofftechnik GmbH (Medizin und Verpackungstechnik), der Frör FVT Verpackungs- und Transportsysteme GmbH (Produktion und Vertrieb von Getränkekisten) sowie der Plaho Spielwaren GmbH im thüringischen Steinach (Oberflächenveredlung). Die Unternehmensgruppe, die von Johannes Lehmann als Geschäftsführendem Gesellschafter und seinem Vater Joachim Lehmann als Geschäftsführer geleitet wird, ist
seit der Umstrukturierung beständig gewachsen: Die Mitarbeiterzahl stieg von 125 auf 164, davon etwa sechs Prozent Auszubildende. Auch wirtschaftlich steht die Frör-Gruppe sehr gut da: „Wir haben eine Eigenkapitalquote von rund 70 Prozent.“…“

Quelle: IHK Nürnberg für Mittelfranken, https://www.ihk-nuernberg.de/de/Geschaeftsbereiche/Standortpolitik-und-Unternehmensfoerderung/gruendung/IHK-Gruenderpreis/erfolgreiche-unternehmensstarter

Baustelle Bundesstraße 4

Hier die aktuelle Planung für die Baustelle auf der B4:

Brücke an der Weinstraße über B4 – Instandsetzung Anfahrschaden

geplante Bauzeit: Mo. 27.05.2019 – Fr. 30.08.2019

Die Brücke an der Weinstraße über die B4 muss wegen eines Anfahrschadens saniert werden.

Dadurch wird es zu Behinderungen und Sperrungen in diesem Bereich kommen.

  • ab 27.05.2019 Herstellung der Beschilderung
  • ab 03.06.2019 Herstellung Mittelstreifenüberfahrt
  • ab 10.06.2019 Instandsetzungsarbeiten unter der Brücke mit Sperrung des rechten Fahrstreifens Richtung Nürnberg. Verkehr wird über den Mittelstreifen auf den gegenüberliegenden Fahrstreifen geführt
  • ab 17.06.2019 bis 01.07.2019 – Vollsperrung der Einfahrtsrampe Richtung Nürnberg. Umleitung geht über Sebastianstraße und Wetterkreuz
  • ab 01.07.2019 geänderte Verkehrsführung
  • ab 12.07.2019 geänderte Verkehrsführung
  • ab 26.07.2019 Änderung auf die normale Verkehrsführung
  • bis zur endgültigen Fertigstellung am 30.08.2019 ist noch mit einzelnen Tagesbaustellen zu rechnen

Veranlasser der Baumaßnahme: Staatliches Bauamt Nürnberg

Quelle: Stadt Erlangen: https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1274/704_read-36091/

Datolution: Clevere Brandmeldetechnik

Die Datolution GmbH in Erlangen stellt Software und Web-Anwendungen für Sicherheits- und Brandmeldetechnik her. Sie wurde vor vier Jahren aus der Schraner Holding GmbH in Erlangen ausgegründet, einem Hersteller von Brandschutztechnik. Der Grund hierfür sei der Trend zur Digitalisierung in der Sicherheits- und Brandmeldetechnik gewesen.

Zu den Produkten von Datolution gehört eine digitale mobile Leitzentrale, die den Rettungskräften eine schnelle Orientierung am Einsatzort ermöglichen soll. Dabei überträgt das System sogenannte Feuerwehrlaufkarten auf Smartphones oder Tablets und hilft so, die Melder und damit die Brandherde zu orten. So sind z. B. stille Alarmierungen in Einrichtungen wie Seniorenheimen möglich, um Unruhe unter den Gebäudeinsassen zu vermeiden und die Rettung ruhig durchführen zu können. Ein weiteres Produkt aus dem Hause Datolution ist ein System, mit dem sich Brandmeldeanlagen per Smartphone oder Tablet warten lassen. Dabei werden die für die Wartung relevanten Informationen von der Brandmeldezentrale generiert und auf das Endgerät des Technikers übertragen.

Die junge Firma, die von Dr. Verena Schraner geleitet wird, beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter und betreut mit ihren Produkten Kunden in Deutschland, Österreich und im europäischen Ausland. Die Schraner-Gruppe als Muttergesellschaft wiederum wurde vor 25 Jahren von Geschäftsführer Stefan Schraner gegründet. Zu ihren Produkten gehören u. a. Branddetektoren, Sprachalarmierungen, Signalgeber und Peripherietechnik für Feuerwehren bei Brandmeldeanlagen. Derzeit arbeiten rund 100 Beschäftigte bei dem Unternehmen, das für 2019 einen Umsatz von acht Mio. Euro erwartet.

Michael Müller Verlag: Reiselust analog und digital wecken

Das Erlanger Verlagshaus ist auf Reiseführer spezialisiert und erschließt sich damit Zielgruppen in der digitalen Welt.

Im Jahr 1979 machte sich der gelernte Kfz-Mechaniker Michael Müller per Anhalter nach Portugal auf, um seinen ersten Reiseführer zu schreiben. Das daraus entstandene Büchlein zum alternativen Reisen hatte ein entsprechendes Layout: Enge Schreibmaschinenschrift und handgezeichnete Skizzen prägten das Erscheinungsbild. Der Portugal-Führer war gegen Vorkasse per Scheck zu bekommen, angesichts des heute durchdigitalisierten Buchmarkts eine skurrile Vorstellung. Der Buchhandel habe damals abgewunken, für die sei es kein richtiges Buch gewesen, erinnert sich Müller. Aber es war der Anfang der Michael Müller Verlag GmbH in Erlangen, die zum Spezialisten für Individualreiseführer wurde.

Denn Müller war von seiner Idee überzeugt, abseits von vermeintlichen oder tatsächlichen Sehenswürdigkeiten viele praktische Tipps zum Reiseziel weiterzugeben. Auf diese Weise sollte auch ein Blick hinter die üblichen Touristenkulissen möglich sein. Zu den praktischen Gesichtspunkten gehörten beispielsweise Infos, in welchen portugiesischen Werkstätten man sein marodes Auto reparieren lassen konnte. Doch für den Autor, Verleger und Vertriebsmanager in Personalunion waren die ersten Jahre hart: „Ich hatte praktisch kein Geld“, erinnert sich der Firmengründer. Die Wende kam mit dem Reiseführer für Kreta, der ein paar Jahre später erschien und sich schnell als „Kreta-Bibel“ für Rucksack-Reisende mit Interrail-Ticket etablierte.

Im Rückblick nennt Müller auch den Einstieg in die digitale Welt vor zehn Jahren eine schwierige Zeit, als das Unternehmen erste Gehversuche mit einer Reise-App machte. Neben den Investitionskosten sei die Suche nach Informatikern eine Herausforderung gewesen: Sie seien von der Traditionsbranche Buchhandel nur schwer zu überzeugen gewesen. Mittlerweile hat der Verlag ein großes Spektrum an digitalen Angeboten aufgebaut: Im Zentrum steht die Mmtravel-App, über die man Zugriff auf 24 digitale Wander- und Stadtführer erhält. Außerdem gibt es über 150 E-Books im Sortiment. Sieben Programmierer beschäftigen sich mit der Transformation der Reiseführer in die Online-Welt und verbessern die Anwenderfreundlichkeit. Außerdem stellte der Verlag den Vertrieb der Reise-Apps um: Hatte er diese früher noch zum Kauf angeboten, können die Kunden sie je nach Bedarf für einen Monat oder länger gegen Bezahlung nutzen.

Digitale Produkte für den Kundennachwuchs

Die digitalen Produkte sollen auch die Zukunft des Verlags sichern, der seit 1989 seine Geschäfte von der ehemaligen Erlanger Gerberei aus betreibt. Bei den klassischen Buchkunden freut sich Müller über eine treue Leserschaft, allerdings altert sie kontinuierlich und es kommen wenig junge Käufer nach. Immerhin entwickle sich das Reisebuchgeschäft besser als der gesamte Buchmarkt. Um eine jüngere Kundschaft zu gewinnen und an das Haus zu binden, ergänzt das Online-Reiseportal des Verlags die bestehenden Produkte. Dort finden sich Reportagen abseits bekannter Routen, Neuigkeiten oder ein Forum, bei dem sich Reiselustige untereinander austauschen können. Auch ein eigenes Portal für Übernachtungen in Hotels, Herbergen, Ferienhäusern sowie auf Campingplätzen soll den Community-Gedanken stärken. Mit diesen digitalen Angeboten und Inhalten sieht sich Müller als führend im Reisebuchmarkt an.

In den letzten Jahren hatten die digitalen Aktivitäten des Verlags die Veröffentlichung neuer Reiseführer auf rund vier Titel pro Jahr zurückgehen lassen. In diesem Jahr sind u. a. mit Albanien, Oslo und Porto sieben neue Publikationen vorgesehen. Bei den neuen Titeln bediene man auch das zunehmende Interesse an Stadtführern, die allerdings in vergleichsweise kleinen Auflagen herausgegeben werden. Hinzu kommt die neue Reihe „Stadtabenteuer“, die sich auf Nischenthemen in den Städten konzentriert. Außerdem will Müller seinen Markennamen auf dem Gebiet der Fernreisen verstärken, im Weltmarkt mitmischen und dafür die beiden Reiseführer für die portugiesischen Ziele Lissabon und Porto ins Englische übersetzen.

Der Umsatz seines Unternehmens sei in den letzten Jahren stabil geblieben, aktuell beziffert Müller ihn auf sechs Mio. Euro. Der Anteil digitaler Produkte rangiere noch im einstelligen Prozentbereich, entwickle sich aber hoch dynamisch, so der Firmenchef. Derzeit hat er 20 Beschäftigte, darunter sieben Informatiker, sowie rund 80 freie Autoren, die für den Verlag arbeiten. Man sei auf der Suche nach weiteren Autoren, um Lücken im Verlagsprogramm zu schließen. Um einen Reiseführer zu erstellen, benötigten die Autoren viel Freiraum, denn ein Buch zu produzieren sei weniger planbar als beispielsweise ein Motorblock.

Pläne für die Zukunft

Der 66-jährige Müller selbst hat im letzten Jahr seine Frau Judit Ladik sowie Katharina Hokema als Geschäftsführerinnen an Bord geholt, um sich selbst zu entlasten. So war es möglich, dass er für die Aktualisierung des Porto-Führers – neben der Toskana sein zweites Spezialgebiet – zwei Monate vor Ort recherchieren und prüfen konnte. Er kenne in der zweitgrößten portugiesischen Stadt praktisch jedes Restaurant. Die nächsten zehn Jahre will er vornehmlich als Autor aktiv sein, als Verleger will er dagegen insbesondere den digitalen Kurs im Blick behalten.

Ein Generationswechsel ist allerdings noch offen. Seine beiden Kinder studieren Physik und Geografie, konkret soll es erst in zehn Jahren werden. Zunächst hatte Müller sich auch gefragt, ob er überhaupt angesichts des vermeintlichen Niedergangs des Produkts Buch seinen Kindern guten Gewissens einen Einstieg empfehlen könne. Das gedruckte Buch werde es aber immer geben, ist er sich sicher. Und mit dem Ausbau der Online-Angebote sehe er für seinen Verlag eine positive Zukunft.

Autor: tt.

Brakhoff Getränke: Inhaberwechsel nach 50 Jahren

Maria Brakhoff-Salzmann geht im Alter von 73 Jahren in den Ruhestand. Die von ihr gegründete Brakhoff Getränke und mehr GmbH in Erlangen-Frauenaurach wird unter dem bisherigen Firmennamen von den neuen Besitzern Martin Aman und Felix Merkle weitergeführt, die alle zwölf Beschäftigten übernehmen.

Das auf Wein spezialisierte Unternehmen wurde 1969 im Erlanger Ortsteil Geisberg gegründet und zog fünf Jahre später auf das jetzige Gelände in Frauenaurach um. 1983 ausgebaut und 1999 um eine Halle vergrößert, umfasst es heute 3 000 Quadratmeter Nutzfläche mit 550 Quadratmetern Verkaufsraum. Rund 2 000 Produkte finden sich im Sortiment, das vorwiegend aus Wein, Champagner und Spirituosen in hochwertiger Qualität besteht. Daher stammen die Abnehmer zum Großteil aus der gehobenen Gastronomie und Hotellerie im Umkreis von 40 Kilometern. Mit dem Verkauf an diese Kunden erzielt Brakhoff etwa 50 Prozent seines Umsatzes. Ein weiteres Viertel kommt aus dem Handel mit der Industrie, wo die Spezialitäten des Erlanger Unternehmens u. a. als Werbegeschenke gefragt sind. Für diese Kundengruppe gibt Brakhoff einen Präsentekatalog heraus, der in einer Auflage von 11 000 Exemplaren erscheint. Insgesamt zählt die Liste der Stammkunden etwa 800 Adressen. Abgesehen von diesen Vertriebswegen gehört auch der klassische Einzelhandel zum Geschäft, der auch Getränke wie Bier, Fruchtsaft und Mineralwasser abdeckt und auf den 20 Prozent des Umsatzes entfallen.

Die Nachfolger kennen sich vom Betriebswirtschaftsstudium in Augsburg und betreiben mit 15 Mitarbeitern eine ähnliche Firma im schwäbischen Buchloe, die sie vor vier Jahren übernommen haben. In der Branche kennt man die Inhaber der Aman & Merkle GmbH von einschlägigen Messen als Italien-Experten, die Liebe zum Wein übernahmen sie von ihren Vätern. Künftig wollen sie in Erlangen das Stammpublikum betreuen, aber auch junge Leute ansprechen, z. B. mit einer Hausmesse mit namhaften Winzern. „Wir hoffen auf vielfache Synergieeffekte, die wir aus beiden Standorten ziehen wollen“, sagt Aman.

Autor:

ug.

Sparkasse Erlangen: Dem Zinstief trotzen

Die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach hat die Zahlen des ersten vollen Geschäftsjahrs seit der Fusion 2017 vorgestellt. Eine leichten Anstieg gab es demnach bei den Gesamteinlagen, die auf 5,1 Mrd. Euro wuchsen, und bei der Kreditvergabe, die auf 3,7 Mrd. Euro kletterte. Bei den Darlehenszusagen verbuchte das Institut einen Zuwachs um ein Drittel, darunter für 34 Existenzgründungen. Auch der Umsatz im Wertpapiergeschäft stieg um zehn Prozent auf 510 Mio. Euro an. Im Immobilienbereich wurden ein Drittel weniger Objekte vermittelt, dagegen verzeichnete die Sparkasse beim Bausparen nach eigenen Angaben ein Rekordjahr.

Beim Zinsgeschäft hat das Kreditinstitut ein Minus von 4,2 Mio. Euro eingefahren. Dies sei durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank verursacht. Allerdings konnte die Sparkasse diesen Rückgang durch eine Steigerung der Provisionserträge und durch die Senkung der Sach- und Personalkosten ausgleichen. So blieb das Ergebnis mit 8,5 Mio. Euro auf Vorjahresniveau, die Bilanzsumme wuchs auf knapp über sechs Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten ging auf knapp 980 zurück.

Die Sparkassen-Vorstände kritisierten bei der Vorstellung der Zahlen die Regulierungswut im Bankensektor, unter der auch ihr Haus leide. „Die Umsetzung der höheren Informations- und Transparenz- sowie Meldepflichten erfordert hohen Zeitaufwand und bindet erhebliche Mitarbeiterkapazitäten“, sagte Vorstandsvorsitzender Johannes von Hebel. „Die Komplexität und die schiere Menge der regulatorischen Anforderungen ist organisatorisch kaum noch leistbar.“ Dem Kostenblock will die Sparkasse mit intensiven Maßnahmen bei der Digitalisierung begegnen, z. B. mit Videoberatung oder Transaktionen per Sprachassistent.

Autor:

ug.

4Plus: Neue Muttergesellschaft aus Eindhoven

Das Erlanger Medizintechnikunternehmen 4Plus GmbH ist seit Kurzem eine Tochter der niederländischen Firma Sioux Technologies mit Sitz in Eindhoven.

4Plus verspricht sich durch diesen Schritt zusätzliche Expertise in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Mathematik und Mechatronik. „Wir glauben, dass wir infolge des Zusammenschlusses mit Sioux mehr Wachstumspotenzial für unser Unternehmen generieren können“, erklärten Karl Kapp und Tibor Takács, die beide weiterhin Geschäftsführer von 4Plus bleiben. Sioux Technologies wiederum möchte durch die Akquisition europaweit als Technologieunternehmen wachsen.

Die Firma 4Plus entwickelt u. a. komplexe medizintechnische Geräte. Neben der Hard- und Software-Entwicklung kümmert sich das Unternehmen um Software-Tests und Testautomatisierungen, Kleinserien-Fertigung von IT-Komponenten sowie weltweite Inbetriebnahme und Anlagen-Service für medizinische Geräte.

Infoveranstaltung Qualifiziertes Praktikum am 9. Mai 2019

Praktika helfen Schülerinnen und Schülern bei der Berufsorientierung und werden auch in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmend bedeutender für die Gewinnung zukünftiger Auszubildender. Denn häufig entsteht gerade durch Praktika eine nachhaltige Verbindung zum Praktikumsbetrieb.

Das Erlanger Gütesiegel „Qualifiziertes Praktikum – QP“ will Sie in Ihrem Engagement, qualifizierte Praktika für Schülerinnen und Schüler anzubieten, unterstützen.

Die Infoveranstaltung gibt Unternehmen die Möglichkeit, das Konzept und die Vorteile persönlich kennenzulernen.

Datum und Uhrzeit
09. Mai 2019
16:30 – 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Landratsamt Erlangen-Höchstadt
Nägelsbachstraße 1
91052 Erlangen

Zur Anmeldung siehe auch: https://wirtschaft-in-erlangen.de/events/infoveranstaltung-zum-qualifiziertem-praktikum-qp/

Die Erlanger Schnappertage kommen in die City!

Erlangen, 23.04.2019 – An zwei exklusiven und limitierten Tagen können alle Erlanger*innen ihre Stadt auf einzigartig neue Art und Weise entdecken. Dabei sind nur inhabergeführte Fachgeschäfte, die sich zu einer gemeinsamen Aktion der Erlanger Altstadt zusammengeschlossen haben und jetzt die „1. Erlanger Schnappertage“ ins Leben rufen.

Am 3. und 4. Mai 2019 bieten 41 Inhaber*innen der kleinen, individuellen Geschäfte diese spezielle Aktion an. An den beiden Tagen können Kunden und Besucher durch die einzigartigen Läden Erlangens bummeln und ihre besonderen Schnäppchen finden.

„Wir, die Inhaber von den Geschäften rund um den Bohlenplatz, Neustädter Kirchplatz und in der nördlichen und östlichen Altstadt möchten Sie, die Erlanger*innen auf uns aufmerksam machen, Sie in Ecken führen, die Sie schon lange nicht mehr besucht haben oder gar nicht kennen, und Sie mit besonderen Schnäppchen zu einem mal etwas anderem Stadtbummel verleiten! Wir freuen uns, dass viele inhabergeführte Geschäfte dabei sind und so eine Aktion spontan mitmachen. Dank dem City-Management, der Cima und der Städtebauförderung konnten wir dies innerhalb kürzester Zeit auf die Beine stellen“, so Martina Geue von Bel Mondo, Einzelhändlerin aus der Fahrstraße/ Ecke Obere Karlstraße.

Die teilnehmenden Fachgeschäfte sind mit pinken und gelben Luftballons an den Ladeneingängen gekennzeichnet. Wo die Luftballons als Erkennungsmerkmal erscheinen, darf nach Herzenslust zugeschnappt werden.

„Wir freuen uns, wenn unsere Fachgeschäfte und feinen Adressen als Gemeinschaft auftreten und sich für die Bürger, Kunden und Besucher eigene hervorragende Aktionen überlegen. Das bietet für die Kunden einen echten Mehrwert und stärkt durch den Austausch und das Miteinander unseren Wirtschaftsstandort“, meint Christian Frank, Geschäftsführer des Erlanger Tourismus und Marketing Vereins.

Auf einer übersichtlichen, handlichen Broschüre sind alle teilnehmenden Fachgeschäfte benannt und mit einer Karte dargestellt. Dieser liegt auch in der Tourist-Information in der Goethestraße 21a, 91054 Erlangen aus.

Quelle: Erlanger Tourismus und Marketing Verein e.V., https://www.erlangen.info/schnappertage/

Schaeffler Gruppe: „Bremsen und Gasgeben zugleich“

Der weltweite Automobil- und Industriezulieferer stellt sich auf mehr Elektromobilität und veränderte Märkte ein.

Zwei Drittel des Geschäfts von Schaeffler beziehen sich auf die Automobilindustrie, die aktuell sowohl mit technischen als auch mit Welthandelsproblemen (USA, China, Brexit) zu kämpfen hat. Das schlägt auf die Zulieferer durch, weshalb man in Herzogenaurach die ursprüngliche Prognose für Umsatz und Ertrag bereits im Herbst letzten Jahres deutlich zurücknehmen musste. Die ganze Branche habe Gegenwind sagte Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, bei der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens Anfang März. Die korrigierten Ziele habe Schaeffler im Geschäftsjahr 2018 aber insgesamt erreicht. Der Umsatz stieg auf 14,2 Mrd. Euro (Vorjahr 14,0 Mrd.), die Marge betrug 9,7 Prozent (2017: 11,3 Prozent). Das Konzernergebnis lag mit 881 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 980 Mio. Euro.

Effizienzprogramm „Race“

Der Ergebnisrückgang sei dem Bereich Automotive zuzurechnen und betraf insbesondere die Erstausrüstung der Fahrzeughersteller, aber auch die Produktion von Ersatzteilen. Dies konnte durch die gute Entwicklung der Sparte Industrie nicht kompensiert werden. Vor allem das schwierige Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie der zunehmende Veränderungsdruck seien dafür verantwortlich. Daneben gebe es hausgemachte Faktoren, weswegen ein Programm namens „Race“ gestartet wurde, das auf Effizienzsteigerung und Portfolio-Optimierung ausgerichtet ist. Im Klartext stehen fünf kleinere Werke in Europa zur Disposition, 900 Stellen sollen abgebaut werden, 700 davon in Deutschland. Sozialverträgliche Lösungen ohne betriebsbedingte Kündigungen werden angestrebt. Aber Race sei kein reines Sparprogramm, betonte Rosenfeld, sondern „Bremsen und Gasgeben zugleich, wie in der Formel 1“. Es gehe um langfristige Wertschaffung in drei Phasen bis 2024. Mit der Umsetzung ist der Chef der Automobilsparte Matthias Zink betraut, dessen Vertrag um fünf Jahre verlängert wurde. Er will insgesamt das Margenniveau nachhaltig verbessern und die hohe Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor weiter reduzieren.

Vorsichtiger Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Schaeffler mit einem moderaten Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent, obwohl die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen voraussichtlich um ein Prozent zurückgehen werde. Als Personalentscheidung wurde bekanntgegeben, dass der Aufsichtsrat der Schaeffler AG den bisherigen F&E-Leiter Uwe Wagner mit Wirkung zum 1. Januar 2020 als Nachfolger von Prof. Dr. Peter Gutzmer zum Technologievorstand bestellt hat. Das Herzogenauracher Familienunternehmen mit 170 Standorten in über 50 Ländern beschäftigt insgesamt 92 500 Mitarbeiter. Es fertigt Präzisionskomponenten und Systeme in Motor, Getriebe und Fahrwerk sowie Wälz- und Gleitlager für Industrieanwendungen.