Pfeiffer Leder & Mode: Maßkleidung für die Hände

Mit dem Handschuhmacher-Handwerk wurde Erlangen einst weit über Franken hinaus bekannt. Heute ist Jürgen Pfeiffer einer der letzten seines Standes.

Erlangen hat durch die Ansiedlung hugenottischer Glaubensflüchtlinge aus Frankreich im 17. Jahrhundert wirtschaftlich enorm profitiert. Ein Beispiel ist die Zunft der Handschuhmacher: Jacques Colliveaux und Daniel Hugot aus der Stadt Vitry-le-François in der Champagne brachten sie 1686 nach Erlangen. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte sie ihre Blütezeit: Aufzeichnungen dokumentieren, dass um 1774 über 120 000 Paar in acht Werkstätten hergestellt und über Süddeutschland hinaus bis nach Russland und in die USA vertrieben worden sind. Um 1870 gab es 31 Betriebe mit 69 Gesellen und 52 Lehrlingen.

Heute hält nur noch Jürgen Pfeiffer als einer der letzten seines Fachs in Deutschland die Tradition hoch. Der 76-Jährige fertigt im ersten Stock eines Sandsteinhauses in der Erlanger Altstadt gerade noch ein paar Dutzend Exemplare nach Maß – statt der sechsstelligen Produktionszahlen seiner hiesigen Vorgänger Ende des 18. Jahrhunderts. Meist sind es ungewöhnliche Größen oder Modelle für orthopädische Zwecke. Eine treue Mitarbeiterin ist ihm dabei Heidi Haas, die seit 62 Jahren die Handschuhe zusammennäht.

Noch 1951 waren in dem 1876 gegründeten Familienbetrieb 60 Leute beschäftigt gewesen, darunter 13 Handschuhmacher, die etwa tausend Paar in der Woche schnitten. Jürgen Pfeiffer selbst begann 1954 als Lehrling, zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod seines Vaters durch einen Verkehrsunfall. „Ich habe diesen Beruf schon als Bub gewollt“, sagt er. Neun Jahre später legte er die Meisterprüfung ab. Er leitete neben dem Hauptsitz in der Erlanger Hauptstraße 52 weitere Filialen in Erlangen, Nürnberg, Fürth, Konstanz und Regensburg, zusätzlich um Damenoberbekleidung erweitert. Diese Niederlassungen mit den jeweils relativ kleinen Verkaufsflächen waren jedoch dem zunehmenden Wettbewerb nicht mehr gewachsen und mussten in den 70er und 80er Jahren schließen. Heute verdient die Pfeiffer Leder & Mode e. K. das Geld im gut sortierten Lederwarengeschäft in Erlangen mit Schwiegertochter Anette als Pächterin und Chefin. Handtaschen und Rucksäcke, Mäntel und Regenschirme, Geldbörsen, Gürtel, Schmuck und andere Accessoires sorgen dafür, dass der Familienbetrieb überlebt hat, ja optimistisch in die Zukunft blicken kann.

Jürgen Pfeiffer, letzter Obermeister seiner Innung, hat Höhen und Tiefen seines Gewerbes aus Aufzeichnungen erfahren oder selbst hautnah miterlebt. Zu Spitzenzeiten benannte man damals Glacé-Handschuhe – heute noch beim Wiener Opernball gefragt – nach der Stadt, aus der sie kamen: die „Erlanger Glacé-Handschuhe“. Die Massenproduktion zunächst aus Süditalien und Rumänien, heute aus Ungarn und vor allem Asien, hat die Maßhandarbeit verdrängt und unrentabel werden lassen. Denn um ein Paar Handschuhe zu fertigen und in Form zu bringen, sind etwa 90 Arbeitsgänge notwendig – die sich in den Jahrhunderten nicht verändert haben. Das Leder muss makellos sein, stammt u. a. vom Haarschaf – laut Anette Pfeiffer „das beste Handschuhleder, das es gibt“ –, vom neuseeländischen Curlylamm oder von südamerikanischen Peccary-Wildschweinen und wird über englische Großhändler bezogen. Pfeiffer wickelt es in ein nasses Tuch, kontrolliert es auf Narben und „allongiert“ es, d. h. er zieht es immer wieder über die Tischkante, bis es sich nicht mehr in die Länge ziehen lässt. Nur so ist gesichert, dass sich das Leder später nicht mehr ausdehnt, auf fränkisch „ausleiert“. Mit Hilfe einer Schablone werden die Rohlinge ausgeschnitten bzw. mit einer Handhebelpresse ausgestanzt. Die Näherin setzt die Einzelteile zusammen. Pfeiffer: „Jeder Stich muss sitzen, denn im Leder sieht man jedes Nadelloch.“ Zum Schluss wird der Handschuh „dressiert“, also über eine erhitzte Metallform gezogen, damit er glatt wird.

Mit seiner Handwerkskunst ist Handschuhmacher Jürgen Pfeiffer einer der letzten Vertreter einer hugenottischen Tradition, die nach dem Dreißigjährigen Krieg in Erlangen durch diese französischen Flüchtlinge fortgeführt worden ist und die Stadt in vergangenen Zeiten zu wirtschaftlicher Blüte führte – neben Weißgebern, Hutmachern, Strumpfwirkern und Kammmachern.

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(ug.)

IHK-Gremium Erlangen: Positionen zur Verkehrssituation in der Erlanger Innenstadt

Im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) Erlangen sind vernetzte Konzepte für den Autoverkehr, das Parken, den ÖPNV, den Fußgänger- und Fahrradverkehr erarbeitet worden. Derzeit steht hieraus insbesondere die Entlastung der Straßen vom Durchgangsverkehr zur Behandlung im Stadtrat. Beschlossen werden soll der sog. Planfall 8b, der dazu Maßnahmen in der Henkestraße (Geschwindigkeitsreduzierung und verkehrslenkende Maßnahmen) sowie in der Neuen Straße (Einbahnstraßenregelung, nur noch West-Ost-Verbindung) und Spardorfer/Essenbacher Straße (Geschwindigkeitsreduzierung) beinhaltet. Ein Handlungsdruck wird nicht zuletzt mit der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für NO2 begründet.

Das IHK-Gremium Erlangen hat die Pläne diskutiert und ein Papier mit fünf Positionen veröffentlicht. Sie können die Positionen des Gremiums hier im Wortlaut herunterladen. (pdf)

https://www.ihk-nuernberg.de/de/media/PDF/geschaeftsstellen/erlangen/positionen-des-gremiums-zu-vep-final-logo.pdf

Zusammenfassung der Positionen des IHK-Gremiums Erlangen:

  1. Autoverkehrs- und Parkkonzepte gemeinsam verwirklichen
    Eine Entlastung der innenstädtischen Straßen vom reinen Durchgangsverkehr wird vom IHK-Gremium Erlangen unterstützt. Verkehrseinschränkungen können aber auch abschreckend wirken und sollten nach Forderung des IHK-Gremiums nur “ganzheitlich im Zusammenhang und in einem positiv kommunizier- und erlebbaren Kontext” realisiert werden.
  2. Flexible Lösungen für ein sich veränderndes Stadtbild
    Konkrete Maßnahmen müssen aus Sicht des Gremiums vorausschauend, anpassungsfähig und reversibel ausgelegt werden.
  3. Vermeidung von Sperrungen
    Die Sperrung in der Martinsbühler Straße im Rahmen der Bahnneubaustrecke hat eindringlich gezeigt, wie Einschränkungen der Erreichbarkeit negative Auswirkungen auf die in der Erlanger Innenstadt ansässigen Unternehmen haben. Sperrungen für Autofahrer sollten daher vermieden werden. Die Schaffung von positiven Alternativen ist laut Gremium zu bevorzugen.
  4. Initiative für die nördliche Altstadt
    Um die in der nördlichen Altstadt beheimateten Einzelhandelsbetriebe zu unterstützen, fordert das IHK-Gremium, die von der Verwaltung vorgesehene aktive Prarkraumsteuerung und -erweiterung schnell umzusetzen und zu kommunizieren. Für die ansässigen Unternehmen sollten subventionierte Parkgebührenerstattungen ermöglicht werden.
  5. Transparenz in der Kommunikation
    Das IHK-Gremium Erlangen wünscht sich in Bezug auf Gutachten zur Schadstoffbelastung eine transparentere Kommunikation sowie die Einholung tatsächlicher Messwerte zusätzlich zu den bisherigen Berechnungen.

Clearaudio: Tonmeister aus Erlangen

Trotz Musik-Downloads und -Streaming: Clearaudio stellt erfolgreich hochwertige Vinyl-Abspielgeräte her.

Es passt auf den ersten Blick nicht in die heutige Zeit: Die Erlanger Plattenspieler-Manufaktur Clearaudio electronic GmbH verkauft ihre Geräte aktuell in 81 Ländern der Erde und erzielt damit zwölf Mio. Euro Umsatz mit steigender Tendenz. Eigentlich war 1989 der Tod der Schallplatte eingeläutet, als der Technologieriese Sony den Abschied von Vinyl verkündete und auf die damalige Weltneuheit Compact Disc setzte. Heute ist die CD auf den absteigenden Ast gerutscht, die Schallplatte dagegen erlebt ein für viele unerwartetes Comeback. Sony baut in Tokio ein Presswerk. Der weltweite Großhandelsumsatz mit Vinyl erreichte 2016 rund 560 Mio. US-Dollar und damit 23,5 Prozent mehr als im Vorjahr, in Deutschland hat sich der Umsatz zwischen 2008 und 2016 verachtfacht. Das nach eigenen Angaben weltweit größte Schallplattenpresswerk im tschechischen Lodenice stellt mit 1 400 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb täglich 65 000 der wieder heiß begehrten Scheiben her – auch wenn sich der runde Tonträger hierzulande mit einem Marktanteil von 4,4 Prozent immer noch in der Nische befindet.

Robert Suchy ist bei Clearaudio für den Export zuständig und seit 2005 in der Geschäftsführung tätig – zusammen mit seinen Geschwistern Veronika, die im Personal arbeitet, und Patrick, der bei Entwicklung und Design aktiv ist. Suchy sieht als Ursache des Booms das „GänsehautFeeling, wenn man Musik in ihrer Reinheit und Klarheit erlebt“. Er merke das bei Schulklassen, die die Firma besuchen und denen er zuerst die blecherne Musik aus dem Handy vorspielt. Dann legt er eine Platte in die 400 Kilo schwere Anlage namens „Statement“ und liefert den klaren und wuchtigen Clearaudio-Sound: „Als ob die Band mit im Raum wäre“, sagt er. Der Nachwuchs sei dann schier aus dem Häuschen.

Vater Robert Suchy, Jahrgang 1945, einst Ingenieur im Kraftwerksbau, hatte 1978 in Fürth die Firma ins Leben gerufen und zuerst Lautsprecher sowie Tonabnehmer produziert. Schon im ersten Jahr erntete er weltweite Popularität, als er sich einen vollsymmetrischen Tonabnehmer mit Bor-Nadelträger patentieren ließ – bis heute Maßstab für viele Hersteller. Ab 1990 konzentrierte er sich auf Plattenspieler. Für sein Lebenswerk erhielt er von der Zeitschrift „Stereoplay & Audio“ die in der Branche begehrte Auszeichnung „Das Goldene Ohr“.

Seine Kinder schwimmen auf der Erfolgswelle weiter, sammeln Preise en masse und folgen dabei der Devise des Unternehmens, wonach dessen Produkte global einzigartig und unverwechselbar seien und sich den Anforderungen der audiophilen Musikliebhaber in aller Welt individuell anpassten. Clearaudio-Geräte – zwischen 1 200 Euro und in Sonderanfertigung für weit über 100 000 Euro zu haben – werden von einer 50-köpfigen Belegschaft in Handarbeit gefertigt, mit hochwertigen Materialien, berührungslosen Magnetantrieben sowie mit Panzerholz, das unter dem Druck von 60 Tonnen verleimt wurde, was zum „absolut ruckel- und rumpelfreien Lauf“ führt. 90 Prozent der Produkte gehen in den Export – jeweils ein Drittel nach Amerika, nach Europa/Afrika und nach Asien/Pazifik, wobei sich die USA, China, Großbritannien und die Philippinen zu Wachstumstreibern entwickeln.

Die 2001 bezogene Zentrale am Rande des Erlanger Meilwalds – wo 55 bis 60 Prozent der Teile der Plattenspieler selbst hergestellt werden – platzt bei nur 2 800 Quadratmetern Nutzfläche aus allen Nähten. So bezog man ein Teilelager in Tennenlohe und ein Archiv in Forchheim, das hauptsächlich alte Prototypen beheimatet. „Vielleicht mal was für ein Museum“, sagt Suchy. In diesem könnte die Nachwelt dann erfahren, dass es einen Wirtschaftszweig gegeben hat, bei dem Analog gegen Digital gewinnen konnte – aus heutiger Sicht ein äußerst seltenes Phänomen.

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(ug.)

Jobwalk in Erlangen: Karrierewege in neuem Format

Rund 10 000 Besucher kamen am 16. Juni zum ersten Jobwalk auf den Erlanger Schlossplatz. Über 70 regionale und überregionale Aussteller, darunter auch die IHK Nürnberg für Mittelfranken, informierten dort über mögliche Berufswege in ihren Unternehmen.

Mehr als 400 offene Stellen waren ausgeschrieben. Organisator war die Agentur „Augenmaß“ aus Bubenreuth, die im Bereich Personalmarketing tätig ist. Laut einer Aussteller- und Besucherumfrage zeigten sich die Teilnehmer sehr zufrieden mit den Gesprächen und Kontakten.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 07|2018, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-07/ihk-welt/karrierewege-in-neuem-format

4Plus: Software unterstützt bei Knie- und Hüft-Operationen

Es ist eine Software- und Ingenieurschmiede mit typisch Erlanger Geschichte: Die 4Plus GmbH im Tennenloher Goldbeck-Bau wurde vor 20 Jahren durch ehemalige Siemens-Ingenieure gegründet, die ihre Kernkompetenz heute in der Entwicklung medizintechnischer Geräte und Anwendungen sehen.

Sie nutzen die Synergieeffekte des Medical Valley in Erlangen, wobei sie auf ein Dutzend Kunden aus dem süddeutschen Raum zurückgreifen können. Die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter Karl Kapp und Tibor Takacs, die je zur Hälfte am Unternehmen beteiligt sind, beschäftigen 53 Mitarbeiter. Sie steigerten den Umsatz im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 4,2 Mio. Euro.

„Eine gemeinschaftliche Arbeitsweise, Bodenständigkeit und der Mut, manchmal unkonventionelle Wege zu gehen“ – darin sehen die beiden Chefs ihr Erfolgsrezept. Realisierte Kundenprojekte sind etwa eine neue Generation von Hautlasern, Augenlasersysteme, 3D-Funktionen für eine Dental-Software und ein kardiologischer Dicom-Viewer, also ein Anwendungsprogramm zur Darstellung medizinischer Bilddateien. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf die voroperative Planung von Hüft- und Knieendprothesen mit inzwischen dreidimensionalen Anwendungen. Zu diesem Zweck wurde 2010 die Tochtergesellschaft „modiCas“ gegründet, auch um das betriebswirtschaftliche Risiko zu minimieren, wie es seitens des Unternehmens heißt. Sie soll sich unter dem Dach von 4Plus zu einem gleichwertigen Standbein entwickeln, vermarktet eigene Software-Produkte und unterstützt damit Kliniken und Orthopäden bei anstehenden Operationen. Mit diesen und mit Forschungseinrichtungen wie der Universität Siegen sowie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) arbeiten 4Plus bzw. modiCAS zusammen, um die eigene Produktpalette zu optimieren.

Im laufenden Jahr steht der Wartungsservice von Röntgenröhren via App als neues Projekt an. Ebenso möchte das Erlanger Technologieunternehmen die Röntgengeneratoren eines Kunden mit anderen Herstellersystemen vornehmlich aus dem asiatischen Raum kompatibel machen. Auch der Einstieg in ein neues Forschungsgebiet in Zusammenarbeit mit der FAU ist geplant: die berührungslose Epilepsiediagnostik bei Kindern. Darüber hinaus möchte Kapp in den nächsten Jahren das Produktportfolio ausbauen und international tätig werden.

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(ug.)

IHK-Gründerpreis 2018: Preisträger aus Erlangen und Hemhofen

Wie bereits im vergangenen Jahr kommen auch 2018 zwei von drei Preisträgern aus der Erlanger Region.

Mit dem IHK-Gründerpreis 2018 wurden ausgezeichnet:

  • Evosys Laser GmbH, Erlangen
    Preisträger: Frank Brunnecker und Holger Aldebert
    Auf den Bau von Lasermaschinen haben sich Frank Brunnecker und Holger Aldebert spezialisiert. Die Geschäftsführer der Evosys Laser GmbH in Erlangen entwickeln Lasersysteme für die Materialbearbeitung. Besonderes Knowhow hat das Unternehmen beim Laserschweißen, um Komponenten aus Kunststoff hochfest miteinander zu verbinden. Zum Einsatz kommen die Bauteile u. a. in Automobilen (ABS- und ESP-Steuergeräte, Reifendrucksensoren etc.), medizinischen Geräten, Display-Abdeckungen, Mikrofonen und Linsensystemen für Smartphones.

http://www.evosys.de

  • Schloss Hemhofen GmbH, Hemhofen
    Preisträgerin: Dr. Hannah Winkler von Mohrenfels
    Dr. Hannah Winkler von Mohrenfels, Geschäftsführerin der Schloss Hemhofen GmbH, hat das gleichnamige barocke Schloss im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu neuem Leben erweckt. Außerdem hat sie die familieneigene Firmengruppe für ökologische Lebensmittel von ihren Vater übernommen und ausgebaut. Mit der Neugründung und der erfolgreichen Unternehmensnachfolge überzeugte sie die Jury beim IHK-Gründerpreis 2018.
    http://www.schloss-hemhofen.de,
    http://www.abokiste.de,
    http://www.oekost.de,
    http://www.gaumenfreun.de

Mehr zum IHK-Gründerpreis 2018 und den Preisträgern finden Sie  unter
https://www.ihk-nuernberg.de/de/Geschaeftsbereiche/Standortpolitik-und-Unternehmensfoerderung/gruendung/IHK-Gruenderpreis/zuendende-geschaeftsideen

Sparkasse Erlangen: Fusion gut gemeistert

Über 1 000 Mitarbeiter sind für die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach tätig.

Sie war am 1. Juli 2017 durch die Fusion der Kreissparkasse Höchstadt und der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen entstanden. Wie zugesagt habe es keine fusionsbedingten Kündigungen gegeben, so Vorstandsvorsitzender Johannes von Hebel, der eine positive Zwischenbilanz zog: „Es läuft gut. Wir hätten es nicht so schnell geschafft, wenn die Mitarbeiter nicht so gut mitgezogen hätten.“ Das Netz von 68 Geschäftsstellen solle weitergeführt werden, es sei keine Schließung von Filialen geplant. Bis 30. April soll das gesamte Fusionsvorhaben mit rund 300 einzelnen Arbeitspaketen endgültig abgeschlossen sein. Die Kosten des Zusammenschlusses, die auf einen geringen einstelligen Millionenbetrag veranschlagt wurden, seien gut verkraftet worden. Trotz dieser Aufwendungen und trotz der unverändert niedrigen Zinsspanne sei der Jahresüberschuss mit 8,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau geblieben.

Gemessen an der Bilanzsumme von 5,7 Mrd. Euro belegt das Erlanger Geldinstitut laut von Hebel Platz 6 unter den größten Sparkassen in Bayern. Das Kreditgeschäft wuchs im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 3,5 Mrd. Euro. Die Immobi- lienabteilung hat rund 350 Objekte im Wert von über 100 Mio. Euro vermittelt. Der Umsatz beim Wertpapiergeschäft lag bei 520 Mio. Euro (plus sieben Prozent), das Gesamtvolumen der Einlagen beläuft sich nunmehr auf 4,8 Mrd. Euro.

Autor: (ug.)

Leistungszentrum Elektroniksysteme: Sparsam mit Energie

Auf Forschung in Leistungselektronik und Low-Power-Elektronik ist das LZE in Erlangen-Tennenlohe spezialisiert.

Zu einem deutschen und europäischen Kompetenzzentrum für die angewandte Forschung auf dem Gebiet der Elektroniksysteme hat sich das Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE) in Erlangen-Tennenlohe entwickelt. Es wurde vor drei Jahren als Pilotprojekt gegründet. Im LZE arbeiten die beiden Erlanger Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS und für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und mit Partnern aus der Industrie zusammen.

Ein Fokus des LZE liegt auf der Leistungselektronik: Moderne leistungselektronische Komponenten und Systeme sind das Rückgrat für die Energieversorgung der Zukunft. Dazu zählen beispielsweise hocheffiziente Leistungswandler, Speichersysteme oder die Netzanbindung regenerativer Energiequellen. Der andere Schwerpunkt liegt auf der Low-Power-Elektronik, eine wesentliche Herausforderung für die Elektrotechnik: Systeme, die vom Stromnetz unabhängig sind, müssen für einen zuverlässigen Betrieb immer energieeffizienter laufen. Verbraucher kennen die Anforderung von ihren täglichen elektronischen Begleitern („Wearables“) etwa in den Anwendungsbereichen Sport und Gesundheit. Auch im industriellen Umfeld ist zum Beispiel das Internet der Dinge für eine vernetzte Industrie 4.0 von elementarer Bedeutung.

Laut Dr.-Ing. Christian Forster vom Fraunhofer IIS, der die LZE-Geschäftsstelle u. a. mit Dr.-Ing. Bernd Fischer vom Fraunhofer IISB leitet, geht es nicht zuletzt darum, Innovationszyklen zu beschleunigen. Dafür nehme das LZE auch die Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette unter die Lupe, ergänzt Fischer.

Mehr unter https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2018-03/Special/sparsam-mit-energie

Homepage LZE: http://www.lze.bayern/

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 3|21018

City-Management: Qualitätsoffensive 2018 für Erlanger Einzelhändler

Das Erlanger City-Management bietet in Zusammenarbeit mit der cima ein interessantes Schulungsprogramm an.

Onlinepräsenz-Checks

Kundenansprache findet in der Wirtschaft auf zahlreichen Ebenen statt. Ein zentrales Element stellt mittlerweile die Onlinepräsenz der Unternehmen dar. Der Onlinepräsenz-Check rückt den Online-Auftritt Ihres Unternehmens aus Sicht des Kunden in den Fokus. Im Zentrum stehen die Website, die Einträge in externen Diensten wie Verzeichnissen und Social Media-Plattformen. Anhand relevanter Beurteilungskriterien erhalten Sie:

  • einen unabhängigen Blick auf Ihre Onlinepräsenz anhand relevanter Beurteilungskriterien und mittels Punktebewertung,
  • einen Überblick über ungenutzte Online-Marketing-Kanäle,  einen Ergebnisbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen sowie
  • eine detaillierte Erläuterung der einzelnen, eher technischen Bewertungsbereiche

Workshops aufbauend auf den Onlinepräsenz-Checks

Die Themen ergeben sich aus den abgeleiteten Handlungsempfehlungen der OnlinepräsenzChecks, z.B.

  • Optimierung der eigenen Onlinepräsenz
  • Google My Business
  • Verzeichnisse und Portale
  • Kommunikation und Kundenbindung – Newsletter; Social Media.

Geplant sind mehrere Workshops und vertiefende Seminare zu unterschiedlichen Themen. Nähere Informationen und weitere Termine erhalten alle Interessierten nach der Auswertung der Onlinepräsenz-Checks

Auftaktworkshop:

21.03.2018 Referent/Coach:  Christian Kramer, cima
Thema:   Erfolgsfaktoren für mehr Sichtbarkeit im world wide web
Dauer:   19:00 bis ca. 21:00 Uhr
Ort:    Quartiersbüro Erlangen, Martin-Luther-Platz 3

Quelle: City-Management Erlangen: http://www.erlangen-marketing.de/service/ueber_uns/city-management/

Materna: Standort Erlangen gestärkt

Seit 1993 ist das Dortmunder IT-Beratungsunternehmen Materna GmbH mit einem Standort in Erlangen vertreten. In der Metropolregion Nürnberg betreut der Dienstleister u. a. Großkunden wie Bundesagentur für Arbeit, Siemens, Adidas, Schaeffler/Continental und T-Systems.

Im vergangenen Jahr bezog die Niederlassung mit ihren 30 Mitarbeitern den neuen Standort im Gewerbegebiet Erlangen-Tennenlohe. Mit den langfristig angemieteten Räumen im Gebäude „Papilio Office“ wurden nach Unternehmensangaben die Weichen für ein weiteres Wachstum in der Region gestellt.

Vor Kurzem wurde der neue Standort offiziell von den Materna-Geschäftsführern Helmut Binder und Michael Knopp eröffnet. Nach Aussage von Standortleiter Dominik Beuer bietet er ausreichend Möglichkeiten, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem ermögliche die offene Büroarchitektur neue Arbeitswelten und damit eine bessere Zusammenarbeit bei komplexen IT-Projekten. Ein wichtiger Standortfaktor sei auch die Nähe zu den Hochschulen in Nürnberg und Erlangen mit den dortigen Informatik-Lehrstühlen.

Der IT-Dienstleister Materna ist weltweit aktiv und setzt mit insgesamt mehr als 1 900 Mitarbeitern jährlich rund 220 Mio. Euro um. Das Unternehmen sieht sich auch als Spezialist für zukunftsweisende IT-Themen wie Cloud, Blockchain, Künstliche Intelligenz sowie Virtual und Augmented Reality.