Vorgaben zur Ausstellung von Testnachweisen durch Betriebe: Tests vor Ort können nun mit Testbescheinigung dokumentiert werden

Bis zur Einführung eines digitalen Testnachweises soll ein analoger Testnachweis als Übergangslösung dienen. Ein Muster für einen analogen Testnachweis wurde vom Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt. Die Testnachweise sind die Voraussetzungen für weitere Öffnungen in Bayerns Wirtschaft.

  • Werden in Einrichtungen mit Testpflicht (Einzelhandel, Friseurbesuch, Zoobesuch, Hotels, Restaurants, Pflegeeinrichtungen etc.) Tests vor Ort und unter Aufsicht erbracht, kann ein Testnachweis ausgestellt werden. Die Testnachweise können dann innerhalb von 24 Stunden ab Vornahme der Testung auch für andere testgebundene Angebote genutzt werden.
  • Im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes kann ein Testnachweis nur dann ausgestellt werden, wenn die Testung durch Personal durchgeführt bzw. beaufsichtigt wird, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt.
  • Ärzte, Testzentren und weitere beauftragte Leistungserbringer können die Testnachweise nach erfolgtem negativen Test ohne weitere Anforderungen ausstellen.

>> Musterbescheinigung (pdf)

Die IHK befindet sich mit der Staatsregierung noch in der Klärung, warum die Anforderungen für Einrichtungen mit Testpflicht und Tests in Betrieben so unterschiedlich sind, und drängt auf eine Gleichstellung dieser Anforderungen.

Erlangen: Öffnungsperspektiven und Rahmenkonzept für die Außengastronomie

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 bzw. unter 50 können die Kreisverwaltungsbehörden unter den Voraussetzungen des § 27 der 12. BayIfSMV ab dem 10. Mai die dort beschriebenen Erleichterungen für die Außengastronomie (Öffnung bis 22 Uhr). Am 7. Mai wurde das dazugehörige Rahmenkonzept mit den wichtigsten Regelungen veröffentlicht.

Mehr auf der Seite der IHK: https://www.ihk-nuernberg.de/de/corona-virus/oeffnung-von-geschaeften-und-betrieben/wiedereroeffnung-von-gastronomie-und-hotellerie/

Click&Meet ab Montag, 03.05. im Landkreis MIT und ab Dienstag, 04.05. in der Stadt Erlangen OHNE Test

Die Inzidenzwerte sind im Landkreis ERH und in der Stadt Erlangen zurückgegangen. Deshalb ist der Einkauf mit Click&Meet (Terminshopping) folgendermaßen möglich:

  1. Landkreis Erlangen-Höchstadt: der Inzidenzwert liegt zwischen 100 und 150. Somit ist Click&Meet mit negativem Coronatest ab morgen (03.05.) möglich.
  2. Stadt Erlangen: der Inzidenzwert liegt zischen 50 und 100. Daher ist ab Dienstag (04.05.) Click&Meet ohne einen vorzulegenden Coronatest machbar.

Stadt Erlangen: Ab Freitag, 16.04.2021 Zutritt zu weiteren Ladengeschäften nur mit Corona-Test

Wie die Stadt Erlangen in ihren Amtsblatt der Stadtverwaltung Erlangen mitteilt verschärfen sich ab Freitag, 16.04.2021 die Corona-Regelungen.

Da der der Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen mit dem CoronavirusSARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (7-Tages-Inzidenz) in Erlangen an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten worden ist, gilt u.a. für Ladengeschäfte folgendes:

  • Zusätzlich ist für alle weiteren Ladengeschäfte die Öffnung für einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum zulässig; hierfür gilt § 12 Abs. 1 S. 4 der 12. BayIfSMV entsprechend mit der Maßgabe, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höherist als ein Kunde je 40 m² der Verkaufsfläche und dass die Kontaktdaten der Kunden zu erheben sind. Es dürfen dabei nur Kunden eingelassen werden, wenn sie ein negatives Ergebnis eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen POC-Antigentests oder Selbsttests oder eines vor höchstens 48 Stunden vorgenommenen PCR-Tests in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können.

Quelle: Amtsblatt der Stadtverwaltung Erlangen Nr. 7 B, https://www.erlangen.de/PortalData/1/Resources/080_stadtverwaltung/dokumente/amtsblatt_das/das_2021/DaS_7B_Sonderamtsblatt_2021.pdf

Ab Mittwoch in Erlangen: Einzelhandel muss in den Click & Meet-Modus wechseln

Die Zahl der Corona-Virus-Neuinfektionen im Stadtgebiet Erlangen ist weiterhin gestiegen und am dritten Tag in Folge über dem Inzidenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner. Deshalb ändern sich ab Mittwoch, 17. März, die Regelungen für Einzelhandel, Sport und Museen. Die Stadt appelliert weiterhin an alle Bürgerinnen und Bürger, Kontakte weiterhin soweit wie möglich zu reduzieren und die Hygieneregeln einzuhalten.

Der Einzelhandel darf weiterhin geöffnet bleiben, aber mit ergänzenden Schutzmaßnahmen. Für den Besuch sind künftig Terminvereinbarungen nötig („Click & Meet“). Dabei muss sichergestellt sein, dass die Zahl der Kunden begrenzt ist. Es ist jeweils nur ein Kunde pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche zulässig. Zudem müssen die Kontaktdaten der Kunden erfasst werden.

Quelle: Stadt Erlangen, https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-2066/4596_read-38489

Verschärfte Grenzkontrollen: Stadt Erlangen bittet um Meldung systemrelevanter Arbeitskräfte

Das Bundesministerium des Innern führt ab Sonntag, 14. Februar, vorübergehende Grenzkontrollen zu Tschechien und Österreich durch. Hintergrund ist die Einstufung von Tschechien und dem Bundesland Tirol in Österreich als Virusvarianten-Gebiete. Einreisen nach Deutschland aus Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich. Ausnahmen gelten insbesondere für systemrelevante Berufe, unter anderem im Gesundheitswesen, Arbeitskräfte in der Arzneimittel- und Medizinprodukteindustrie, akademische und vergleichbare Fachkräfte in der Informations- und Kommunikationstechnologie, Berufe im Bereich des Ingenieurwesens, Personen, die an systemrelevanten oder anderweitig wesentlichen Infrastrukturen arbeiten sowie Schutzkräfte und Sicherheitsbedienstete. Eine ausführliche Übersicht enthalten die Leitlinien der Europäischen Kommission zur Ausübung der Freizügigkeit der Arbeitskräfte während des COVID-19-Ausbruchs vom 30. März 2020.

Sollten in Erlanger Unternehmen oder Einrichtungen Personen arbeiten, die im systemrelevanten Bereich tätig sind, sind die diese mit Namen und Anschrift, Angaben zur Beschäftigung, KFZ-Kennzeichen sowie einer Kontakttelefonnummer am Montag, 15. Februar, bis spätestens 16:00 Uhr an die Mailadresse ordnungsbehoerde@stadt.erlangen.de zu melden. Es wird dann nach entsprechender Prüfung eine Bescheinigung ausgestellt.

Quelle: Stadt Erlangen

Corona: qPCR-Pooltests werden in Erlangen in Firmen getestet

Seit Januar 2021 gibt es in Erlangen in Zusammenarbeit mit der Professur Mikrobiologie die Möglichkeit, Firmenmitarbeiter und ihre Familienangehörigen regelmäßig zweimal pro Woche auf Covid-19 testen zu lassen.

Proben werden dabei zu Hause als Gurgelprobe genommen, in der Firma in Pools mit bis zu 30 Personen gesammelt und dann an der Universität mit einem PCR-Verfahren ausgewertet.

Ist der Pool positiv, so werden die individuellen Rückstellproben angefordert, die ebenfalls in die Firma mitgebracht wurden und (soweit es die Kapazität zulässt) noch am selben Tag ausgewertet.

Weitere Informationen finden Sie unter https://erlangen-gegen-corona.de/index.php?title=PCR-Pooltests_bis_30_Teilnehmer

Click & Collect in Bayern

Laut FAQ-Liste des Bayerischen Gesundheitsministerium vom 10.01.2021 sind folgende Vorgaben ab dem 11.01.2021 für den Abholdienst einzuhalten:

Click und Collect:

  • FFP2-Maskenpflicht für Kunden und Personal,
  • im Schutz- und Hygienekonzept sind insbesondere Maßnahmen vorzusehen, die eine Ansammlung von Kunden etwa durch gestaffelte Zeitfenster vermeiden.
  • Die Bereitstellung von Waren zur Abholung darf nur an einem entsprechenden Abholschalter oder ganz außerhalb des Ladengeschäfts stattfinden;
  • die Verkaufsräume als solche dürfen nicht für die abholende Kundschaft geöffnet werden.

Quelle: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2021/01/2021_01_10-positivliste.pdf

Corona-Tests: Was können Unternehmen tun? (WiM 10|2020)

Corona-Schnelltests versprechen rasche Klarheit über eine Infektion. Sie sind für den Einsatz im Betrieb geeignet?

Mit dem wachsenden Angebot an Corona-Schnelltests wächst auch die Hoffnung in den Unternehmen, trotz der Pandemie zwei zentrale Ziele sicherzustellen: Erstens den Betrieb mit allen mobilen Anforderungen aufrecht zu erhalten und zweitens die Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten bestmöglich zu schützen.

Grundsätzlich unterscheidet das Robert-Koch-Institut (RKI) bei der sogenannten PCR-Diagnostik (Polymerase-Ketten-Reaktion) in Verdachtsfällen zwei unterschiedliche Ansätze: Zum einen können die Proben aus den oberen Atemwegen (Nasen-Rachen-Abstrich sowie Rachenabstrich) entnommen werden. Zum anderen kann das sogenannte Trachealsekret aus den tiefen Atemwegen, etwa bei beatmeten Patienten, zur Untersuchung genutzt werden. Darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit auch Proben etwa von Rachenspülwasser oder Speichel genutzt werden können. Hier gibt das RKI allerdings zu bedenken, dass zu den entsprechenden Materialien deutlich weniger Erfahrungswerte vorlägen. Zudem gebe es unter Umständen eine hohe Variabilität bei den Ergebnissen. In Erlangen haben sich einige Unternehmen auf Initiative der Intego GmbH zusammengefunden und nutzen einen Rachenspültest, der im Weidener Labor des Unternehmens Synlab analysiert wird (www.ihk-nuernberg.de/corona-tests-erlangen).

… weiter in der Wirtschaft in Mittelfranken …

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 10|2020, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2020-10/Maerkte/was-koennen-unternehmen-tun-

Siemens Healthineers: Im Dienst der Medizin

Die Erlanger Siemens Healthineers AG stellt in der Corona-Krise Technologie, Innovation und Know-how bereit.

Seit Monaten schränkt das Corona-Virus das öffentliche Leben in Deutschland ein. Weder ein bewiesenermaßen wirksames Gegenmittel noch ein zugelassener Impfstoff existieren bisher. Die Furcht vor einer zweiten Infektionswelle bremst Teile der Wirtschaft aus. Während Betriebe einerseits trotz staatlicher Hilfe von Insolvenz bedroht sind, erleben andere eine gestiegene Nachfrage nach ihren Produkten – auch in Mittelfranken.

Eines dieser Unternehmen ist die Siemens Healthineers AG mit Sitz in Erlangen. Im April beauftragte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege den mit gut 53 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 14,5 Mrd. Euro (2019) weltweit führenden Hersteller für Medizintechnik mit der Ausstattung bayerischer Krankenhäuser. Zuvor hatte die Staatsregierung beschlossen, die Kapazitäten zur Diagnostik und Therapie von Covid-19-Patienten massiv aufzustocken.

„Dort zu unterstützen, wo immer wir können, um die so wichtige technologische Infrastruktur unserer Kunden aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln, ist in der aktuellen Situation das oberste Ziel unseres Unternehmens“, bekräftigt Bernd Ohnesorge, Leiter Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei der Siemens Healthineers AG. Neben Computertomographen (CT), mobilen Röntgengeräten und Blutgas-Analysesystemen lieferten die Mittelfranken auch molekulardiagnostische Tests zur Erkennung des Erregers Sars-CoV-2 an Kliniken im Freistaat.

Weltweite Nachfrage

Der Ausbau der medizinischen Infrastruktur erweist sich im Kampf gegen Corona als einer der zentralen Hebel, um das Virus besser kontrollieren zu können. Aus diesem Grund hat die Landesregierung unter Führung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder der Ausstattung von Kliniken und Laboren hohe Priorität eingeräumt.

Die Healthineers sind dabei zu einem wichtigen Akteur in der Corona-Pandemie geworden – und zwar weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Mit den CT-Scannern des Global Players etwa überwachen Ärzte die Lungen von schwer erkrankten Patienten in Österreich, Portugal, dem Vereinigten Königreich und Polen. In China, wo Ende vergangenen Jahres die ersten Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus bekannt geworden waren, kamen die Geräte schon zu Beginn der Pandemie zum Einsatz.

Per Knopfdruck können mithilfe der Scanner in Sekundenschnelle Aufnahmen des Brustkorbs angefertigt und so Erkenntnisse über den Gesundheitszustand von Erkrankten gewonnen werden, teilt das Unternehmen mit. Eine mobile Ausführung erlaubt es zudem, infizierte und nichtinfizierte Patienten räumlich voneinander getrennt zu untersuchen, wodurch das Risiko einer Ansteckung sinke. Und auch der nötige Sicherheitsabstand zum medizinischen Personal bleibt gewahrt: Die Computertomographen lassen sich per Tablet aus der Ferne bedienen.

Schneller Virus-Nachweis

Doch um Covid-19 zu beherrschen, ist bei der Behandlung bereits erkrankter Personen nicht allein modernes Equipment gefragt. Als für Forscher und Behörden nicht minder bedeutsam gelten im Verdachtsfall effiziente Tests auf den Erreger der Krankheit. Laut Robert-Koch-Institut dauerte es bislang zwischen vier und fünf Stunden, Sars-CoV-2 im Labor nachzuweisen. Dass das schneller gehen kann, beweisen die Healthineers mit gleich mehreren Innovationen.

Ein vom eigenen Tochterunternehmen Fast Track Diagnostics mit Sitz in Luxemburg entwickelter Schnelltest auf das Virus liefert ein valides Ergebnis schon in zwei bis drei Stunden – und damit einen wertvollen Zeitgewinn, der sowohl bei der Behandlung als auch dem Verständigen von Kontaktpersonen von Infizierten relevant sein kann.

„Wir wollen einen Beitrag zur Bekämpfung der aktuellen globalen Covid-19-Pandemie leisten, indem wir einen schnellen und genauen Sars-CoV-2-Test bereitstellen“, erklärt Sebastian Kronmüller, Leiter Molekulardiagnostik bei Siemens Healthineers. Mittlerweile ist der Anfang April vorgestellte Test für den klinischen Betrieb in der Europäischen Union zugelassen. Er soll Fachpersonal in Krankenhäusern als Entscheidungsbasis für  die notwendige Behandlung dienen.

25 Mio. Tests pro Monat

Mit welcher Triebkraft und Geschwindigkeit die Healthineers in der Corona-Krise Entwicklungsarbeit leisten, zeigt die Bekanntmachung eines weiteren Tests zur Feststellung von Virus-Antikörpern im Blut. Ab Ende Mai soll er verfügbar sein und binnen 14 Minuten Aufschluss über das Vorliegen einer Covid-19-Infektion geben. Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten sei es möglich, ab Juni rund 25 Mio. Tests pro Monat herzustellen, um künftig noch mehr Menschen in kurzer Zeit auf das Virus testen zu können. „Unser Anspruch, Innovationen voranzutreiben, damit Menschen gesünder und länger leben, ist heute gültiger denn je“, beschreibt Bernd Montag, CEO der Siemens Healthineers AG, die Rolle des Medizintechnikunternehmens in der Krise.

Dass die Erlanger der Corona-Krise bisher nicht nur medizinisch, sondern auch wirtschaftlich trotzen, belegen die aktuellen Geschäftszahlen. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 um 3,3 Prozent. Deutliche Zuwächse verzeichneten die Healthineers in den Bereichen Bildgebung und „Advanced Therapies“, zu denen beispielsweise Verfahren zur Bildübertragung während einer Operation gehören. Sie stehen einem krisenbedingten Minus im Segment Diagnostics gegenüber.

Wohin die Reise in den kommenden Monaten führt, ist auch abhängig vom Verlauf der Corona-Pandemie. Wie lange diese die Welt noch beschäftigen wird, können derzeit selbst Experten nicht seriös vorhersagen. International forschen Wissenschaftler mit Hochdruck nach Lösungen, um die Krankheit zu überwinden. Dabei ist weiterhin Geduld gefragt – und das Know-how von Siemens Healthineers.

Autor: ch.