Erlanger Stadtwerke: Die Stadt am Laufen halten

Rund 20 000 Häuser beliefert der örtliche Versorger mit Energie und Wasser.

Vor 50 Jahren wurde aus dem Eigenbetrieb der Stadt Erlangen die Erlanger Stadtwerke AG (ESTW) gegründet. Heute versorgen die ESTW als 100-prozentige Tochter der Stadt Erlangen ihre Einwohner mit Elektrizität, Wärme, Erdgas und Wasser. Darüber hinaus sind sie zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt, betreiben die Frei- und Hallenbäder und unterhalten im Auftrag des Beteiligungsunternehmens M-net Telekommunikation GmbH das Erlanger Telekommunikationsnetz.
Dabei schafft es die AG, profitabel zu bleiben: Mit 572 Mitarbeitern erwirtschafteten die ESTW im vergangenen Jahr einen Jahresgewinn von 5,6 Mio. Euro (2015: 5,4 Mio.) und kamen auf eine Bilanzsumme von 269 Mio. Euro.

Vor dem Jubiläum haben die ESTW kräftig investiert: Insgesamt 19,7 Mio. Euro flossen in die Sanierung des Freibades West. Auf dessen Gelände
entsteht ein Hallenbad, das das beim Frankenhof´mit über 60 000 Badegästen pro Jahr ersetzen soll. Ein neuer Wasserhochbehälter am Meilwald kostete sechs Mio. Euro und fasst zwölf Mio. Liter – drei Mal mehr als der sanierungsbedürftige Hochbehälter am Burgberg. Das Wasserwerk West, die Wasserkraftanlage „Werker“ und der Neubau
eines Blockheizkraftwerks im Siemens-Campus sind weitere Projekte. So stellt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Geus im Rückblick auf gut 50
Jahre fest: „Zu keiner Zeit gab es bisher irgendwelche Engpässe bei der Versorgung der Kunden mit Energie und Wasser.“ In Zahlen: Rund 20 000 Häuser sind bei einem Stromabsatz von 366 Mio. Kilowattstunden im Jahr an das über 1 000 Kilometer lange Stromnetz angeschlossen; 7 200
Haushalte erhalten Erdgas, 1 800 Fernwärme. Rund 13 Mio. Fahrgäste waren 2016 im Erlanger Liniennetz unterwegs und 29 000 Erlanger Haushalte werden mit Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde versorgt. In den letzten Jahren wurde kräftig in die schnellen Datenautobahnen investiert.

Die ursprüngliche Gründung als Eigenbetrieb der Stadt fand im Jahr 1858 als „Erlanger Gasgesellschaft AG“ statt. Weitergeführt bis 1915 als „Städtisch technische Werke Erlangen“ wurden die Stadtwerke schließlich 1967 in ein Unternehmen umgewandelt – seit 2001 haben die ESTW eine Konzernstruktur. Dass 1998 ein Bürgerentscheid den teilweisen Verkauf verhindert hat, sieht selbst der damalige Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis im Nachhinein als richtig und zukunftsweisend an – und ist sich in diesem Punkt einig mit seinem Nachfolger Dr. Florian Janik, der die Daseinsvorsorge auf keinen Fall an private Betreiber abgeben will. Klimaschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit fordert der ESTW-Aufsichtsratsvorsitzende Janik ebenso ein wie in der Zukunft die Vernetzung von Stadtteilen mit kleinräumigen Wärmelösungen. (ug.)

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 10|2017, http://www.wim-magazin.de/ausgaben/catalogs/WiM-10-2017/pdf/WiM-10-2017.pdf

Goldbeck: Umzug im Jubiläumsjahr

Die Niederlassung des Bielefelder Bauunternehmens Goldbeck feierte mit ihrem 25-jährigen Jubiläum auch den Umzug in das sogenannte „Papilio Office“ in der Erlangener Frauenweiherstraße.

Als Grund für den Umzug nennt Niederlassungsleiter Jürgen Taubmann die Expansion: „Unser Team vergrößert sich kontinuierlich. Irgendwann reichte die Kapazität an unserem Standort am Weichselgarten in Erlangen nicht mehr aus.“

Das Bürogebäude, das Goldbeck zusammen mit dem Erlanger Immobilienunternehmen Sontowski & Partner realisierte, besteht aus drei Etagen mit einer Gesamtfläche von 3 600 Quadratmetern. Der Grundriss gleicht der Form eines Schmetterlings, dem Namensgeber des Papilio (griechisch Schmetterling) Office. Außerdem realisiert Goldbeck aktuell auch den benachbarten Tech Park sowie ein Parkhaus und bebaut damit einen kompletten Straßenzug in Erlangen-Tennenlohe. Das Unternehmen verwirklichte im Geschäftsjahr 2015/16 mehr als 400 Projekte mit einer Gesamtleistung von über zwei Mrd. Euro. Aktuell sind insgesamt über 5 000 Mitarbeiter bei Goldbeck beschäftigt.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 10|2017, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-10/unternehmen/umzug-im-jubilaeumsjahr

Heitec-Gruppe: Neue Firmenzentrale in Erlangen

Nach 16 Monaten Bauzeit wurde im Juni die neue Firmenzentrale der Heitec-Gruppe an der Güterbahnhofstraße in Erlangen eröffnet.

Sie umfasst 3 800 Quadratmeter Bürofläche und bietet Platz für 200 Mitarbeiter. Für den Generalbevollmächtigten der Gruppe, Johannes Feldmayer, ist die Immobilie das „Bekenntnis zum Standort Erlangen“. IHK-Präsident Dirk von Vopelius bescheinigt Richard Heindl, Vorstandschef und Inhaber der Heitec AG, ein „unnachahmliches Gespür für Potenziale. Er kann aus dem Kleinsten etwas Großes entstehen lassen“. Heindl begann mit einem Planungsbüro, aus dem heute nach 40 Jahren eine Firmengruppe mit weltweit etwa 1 000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 120 Mio. Euro entstanden ist.

Die Heitec-Gruppe, die von der Staatsregierung mehrmals als eines der dynamischsten Unternehmen Bayerns ausgezeichnet wurde, operiert global und profitiert von der Internationalisierung der Märkte als Wachstumstreiber. Eigene Standorte in Österreich, Rumänien, der Türkei und der Slowakei entstanden. Das Portfolio des Unternehmens umfasst industrielle Dienstleistungen, Automatisierungslösungen, Elektronik sowie Software-Anwendungen. Zum Konzern gehört außerdem das Tochterunternehmen Empic GmbH, das mit 50 Mitarbeitern ebenfalls in die neue Unternehmenszentrale einzieht. Die Firma wurde 2001 von Heitec und der österreichischen Austro Control gegründet und vertreibt Software-Lösungen für zivile und militärische Flugsicherheitsbehörden. Der aus Niederösterreich stammende Richard Heindl gibt die Richtung vor: „Wir wollen in diesem Bereich künftig eine wichtige Rolle auf dem Weltmarkt spielen.“ Luftfahrtbehörden aus zahlreichen Ländern, darunter Australien, einige europäische sowie afrikanische Staaten, sind Kunden der Heitec-Tochter, die u. a. zwei Mal den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft gewinnen konnte.

Quelle: WiM-Magazin 07|2017, (http://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-07/unternehmen/neue-firmenzentrale-in-erlangen)

Imbus AG: Den Krisen getrotzt

In Möhrendorf machen IT-Experten die Software von Kunden durch Qualitätsmanagement und Tests sicher.

Das Akronym Imbus steht für Informationsverarbeitung, Methoden, Beratung und Schulung und ist der Name eines IT-Unternehmens, das sich auf die Qualitätssicherung und den Test von Software spezialisiert hat. Tilo Linz hat die Imbus AG gemeinsam mit seinen früheren Kommilitonen Thomas Roßner, Bernd Nossem, Jörg Schulten, Hendrik Rässler und Peter Studtrucker vor 25 Jahren gegründet. Das erste Büro entstand in einem über 300 Jahre alten, denkmalgeschützten Fachwerkhaus im mittelfränkischen Möhrendorf, wo die Rechner aufgebaut und intern vernetzt wurden – heute würde man das als typisches Start-up bezeichnen.

Mit dem Siegeszug von Software und IT erweiterte sich der Kundenstamm stetig. Anfang der 90er-Jahre waren Tests von sogenannten Backbone-Systemen für das zu dieser Zeit neu entstehende GSM-Mobilfunknetz eine der Hauptaufgaben von Imbus. Damals wurden die hohen Standards aus der Festnetztelefonie auf die Tests des Mobilfunks übertragen. Auch die spätere Weiterentwicklung auf das UMTS-System und die darauffolgende LTE-Entwicklung wurden von Imbus begleitet. Das Unternehmen musste allerdings auch zwei wirtschaftlich turbulente Phasen überstehen: Ende 2001 gab es eine Krise im Mobilfunksektor, 2009 folgte die globale Finanzkrise. Imbus spürte die Auswirkungen daran, dass die Kunden – mit einer gewissen Zeitverzögerung – wesentlich weniger Testbudgets für ihre Software zur Verfügung hatten. Dies veranlasste die Unternehmensführung zu einem strikten Sparkurs, der zum einen mit Kostensenkungsmaßnahmen einher ging. Zum anderen reduzierten viele Mitarbeiter freiwillig vorübergehend ihre Arbeitszeit, einige nahmen sogar unbezahlten Urlaub. Durch diesen Kurs konnte die Imbus AG im Jahr 2002 einen Umsatzrückgang von 25 Prozent abfedern, ohne Stellen streichen zu müssen, und gleichzeitig die Grundlage für die später auf den Markt gebrachte Lösung „TestBench“ legen.

Die Tests der Software erfolgen bei Imbus u. a. im Testcenter in einer geschützten Instanz, besagter TestBench. Mit einem verschlüsselten Online-Zugriff stehen den Kunden alle Informationen über das Projekt zur Verfügung, zudem werden sie von Projektteams und einem Testmanager begleitet. Darüber hinaus bietet Imbus verschiedene Leistungen wie Testautomatisierung, mobiles Testen, Last- und Leistungstests sowie „Agile Testing“ – eine besonders flexible und schnelle Form des Testens. Ein weiteres Standbein des Unternehmens ist die Akademie, die an verschiedenen Standorten seit über 15 Jahren Weiterbildungen im Software-Engineering durchführt.

Heute gehören rund 270 Mitarbeiter zum Team des noch immer von den Gründern Tilo Linz, Thomas Roßner und Bernd Nossem geführten Unternehmens. Dem Hauptsitz in Möhrendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt sind sie treu geblieben und konnten im vergangenen Geschäftsjahr über 37 Mio. Euro umsetzen. Zudem eröffneten sie u. a. Standorte in München und Köln; in China, Tunesien, dem Kosovo und Kanada bestehen Auslandsdependancen. Zu den Referenzen zählen Firmen wie Siemens, Areva, Sony, HP, Lufthansa und die Bundesagentur für Arbeit. Darüber hinaus hat sich Imbus selbst verpflichtet, den CO2-Ausstoß und den Ressourcenverbrauch zu senken. Vor einigen Jahren wurde bei einem Mitarbeiter-Workshop das Umweltschutz-Motto „Think global, act local“ beschlossen und in die Tat umgesetzt. So wurde beispielsweise auf LED-Technik umgestellt, eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen und die Serverlandschaft konsolidiert.

Flessabank: Jubiläum der Erlanger Niederlassung

Die Flessabank, Bankhaus Max Flessa KG, mit Sitz in Schweinfurt und mit Niederlassungen in Nürnberg, Fürth und Erlangen hat an die positive Entwicklung der Vorjahre angeknüpft. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um sieben Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen legten um 147 Mio. Euro auf knapp zwei Mrd. Euro zu, die Spareinlagen wuchsen auf 464 Mio. Euro (Vorjahr: 449 Mio. Euro).

Das Geschäft entwickelte sich auch am Standort Erlangen positiv, wie Niederlassungsleiter Steffen Peetz vermeldete.  Von der Niederlassung, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, betreuen zwölf Mitarbeiter die Kunden in der Stadt Erlangen, im Landkreis Erlangen-Höchstadt und in Forchheim. Insgesamt unterhält das Bankhaus neben der Zentrale in Schweinfurt ein Netz von 24 Niederlassungen in Bayern und Thüringen, eine eröffnete zudem Anfang des Jahres in Leipzig. In 14 Standorten bildet die Flessabank Bankkaufleute aus, darunter auch in den drei mittelfränkischen. Das im Jahr 1924 gegründete Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 478 Mitarbeiter, darunter 32 Auszubildende.

Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditinstituten belaufen sich auf 163 Mio. Euro, sie dienen der Refinanzierung von Darlehen an private und gewerbliche Kunden. Der Zinsüberschuss betrug im vergangenen Jahr 39 Mio. Euro, der Überschuss aus dem Provisionsgeschäft sieben Mio. Euro. Nach Aufstockung des Eigenkapitals um acht auf 106 Mio. Euro beträgt das Jahresergebnis des Bankhauses 10,7 Mio. Euro vor Steuern. Bleiben die Rahmenbedingungen gleich, so rechnet die Flessabank auch in 2017 mit einer positiven Entwicklung.

Sparkasse Erlangen: Mit gutem Ergebnis in die Fusion

„Die Luft wird dünner!“, so fasste der Vorstandsvorsitzende der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen, Johannes von Hebel, das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen. Man könnte dies auch als Begründung für den von allen Aufsichtsbehörden abgesegneten Zusammenschluss mit der Kreissparkasse Höchstadt heranziehen: Trotz der Einigkeit der Entscheidungsgremien beider Geldinstitute waren die Fusionsgespräche von Widerstand aus Höchstadt begleitet, angeführt vom dortigen Bürgermeister Gerald Brehm. Er mündete sogar in ein Bürgerbegehren mit 2 653 Unterschriften. Zudem musste das Ansbacher Verwaltungsgericht erst den Antrag auf eine einstweilige Anordnung ablehnen, um dem Kreistag Erlangen-Höchstadt einen letztlich positiven Beschluss mit 47 zu 8 Stimmen zu ermöglichen. Damit kommt es am 1. Juli 2017 zur Gründung der neuen Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach mit einer Bilanzsumme von 5,5 Mrd. Euro, zu der Höchstadt 830 Mio. Euro beiträgt. Das neue Institut wird dann auf Platz sechs unter allen bayerischen Sparkassen rangieren.

In die monatelange Fusionsdebatte hatte sogar der katholische Dekan Kilian Kemmer mit einem Offenen Brief und Sorgen um „Stellenabbau und Kundenbelastungen“ eingegriffen. Und Höchstadts Bürgermeister, einstiger Prüfer im Raiffeisenverband, fürchtete sinkende Steuereinnahmen. Auf einer Bürgerversammlung konterte Landrat Alexander Tritthart, Verwaltungsratsvorsitzender der Höchstadter Sparkasse, angesichts von Niedrigzinspolitik, Regulatorik und Digitalisierung in der Branche drohten „stürmische Zeiten“. Die Fusion sei der richtige Weg ans rettende Ufer: „Dämme baut man im Trockenen, nicht erst dann, wenn das Wasser steigt.“

Von Hebel sieht Synergieeffekte, die durch das höhere Geschäftsvolumen der vereinigten Sparkasse vor allem im Vertrieb genutzt werden können – das Ziel: Marktanteile hinzu gewinnen. Aufgabenbereiche ließen sich effizient gestalten und das bisherige Filialnetz erhalten. Unterstützung erhält er vom Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach, Dr. German Hacker, der auf gute Erfahrungen seit der Fusion Erlangen-Herzogenaurach im Jahre 1929 verweist.

Angesichts der politischen Turbulenzen um die Fusion rückt das Jahresergebnis 2016 der Erlanger Sparkasse etwas in den Hintergrund. Trotz spürbaren Rückgangs des Zinsergebnisses um zehn Prozent konnte der Jahresüberschuss mit acht Mio. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Kredite wuchsen um 8,1 Prozent auf drei Mrd. Euro, die Einlagen um 1,5 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro. Der Immobilienbereich litt unter dem Rückgang von Bauträgerobjekten und des Angebots an Gebrauchtimmobilien.

Der Personalstand – in Spitzenzeiten noch bei über 1 000 – hat sich auf 863 Mitarbeiter verringert. Bis 2021 erwartet der Vorstand durch natürliche Fluktuation einen weiteren Abbau von etwa 90 Stellen. Das gesamte Beratungsportfolio soll in allen Geschäftsstellen vorgehalten werden und bei Privatkunden soll es für Einlagen kein Verwahrentgelt bzw. keinen Negativzins geben.

Druckhaus Haspel Erlangen: Druckleistungen mit Leuchtkraft

Das familiengeführte Unternehmen Druckhaus Haspel Erlangen e. K. produziert seit 90 Jahren Druckerzeugnisse. Die Geschichte begann im Oktober 1926, als der Kaufmann Hans Höfer und der Schriftsetzer Hans Limmert die Druckerei „Höfer und Limmert“ gründeten und im Erlanger Zentrum ansiedelten. Sie nahmen die Arbeit mit einer kleinen Boston-Tiegeldruckpresse, einer Stoppzylindermaschine und einer Schreibmaschine auf. Im Jahr 1987 firmierte das Druckhaus von „Höfer und Limmert“ in „Druckhaus Mayer“ um, 1996 übernahm Michael Haspel das Unternehmen und führt es bis heute. Im Dezember 2009 erfolgten der Umzug der Geschäfts- und Produktionsräume in den Neubau nach Erlangen-Frauenaurach und die Umfirmierung in Druckhaus Haspel Erlangen e. K.

Ende letzten Jahres wagte Haspel die Übernahme der Nürnberger Druckerei Eugen Seubert GmbH. Für ein kleines Familienunternehmen ein großer Schritt, die Zahl der Beschäftigten wuchs dadurch um vier auf jetzt insgesamt 18, alle Seubert-Mitarbeiter konnten weiterbeschäftigt werden. Gründe für diesen Schritt waren vor allem die Ergänzung des Produkt- und Serviceangebots und das gewonnene Wissen in den Bereichen Digitaldruck und Workflow. Durch die neu hinzugekommenen Maschinen ist nun vernetztes Arbeiten möglich: Alle Prozesse im Betrieb wurden durch automatisierte Programme optimiert, was eine wirtschaftlichere Materialplanung und verbesserte Datenkontrolle bedeutet.

Durch die stetige Erneuerung des Maschinenparks ist Haspel heute in der Lage, seinen Kunden ein breites Portfolio an Druckleistungen anzubieten. Neben Beratung und Konzeption im Vorfeld sind Offset- und Digitaldruck, Stanzungen und Veredelungen im Programm.

Zur Jubiläumsfeier der nach eigenen Angaben ältesten Druckerei Erlangens besuchten auch Staatssekretär Stefan Müller, der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und CSU-Kreisvorsitzende Alexandra Wunderlich das Unternehmen. Die Gäste lobten den Vorbildcharakter des Unternehmens im Hinblick auf den Klimaschutz, wozu u. a. entsprechende Zertifizierungen, die Verwendung von Biodruckfarben und Recyclingmaterialien, der Einsatz chemiefreier Plattenentwicklung, eine eigene Photovoltaik-Anlage sowie die Produktion mit 100 Prozent Ökostrom zählen. Michael Haspel verwirkliche erfolgreich seinen Anspruch, mit dem wertvollen Rohstoff Papier verantwortungsvoll umzugehen.

Human Optics: Wieder in der Gewinnzone

Die Rückkehr in die Gewinnzone und der Ausbau des Standorts St. Augustin befeuern derzeit das Geschäft der Erlanger Human Optics AG, Hersteller von Augenimplantaten.

Der Jahresüberschuss belief sich im Geschäftsjahr, das Mitte 2016 endete, auf 157 000 Euro – im Vorjahr wurde noch ein Fehlbetrag von 138 000 Euro registriert. Von der positiven Entwicklung profitierte auch der Aktienkurs, der um rund 35 Prozent zulegte. Auch die Umsatzerlöse wuchsen um 17 Prozent auf 10,5 Mio. Euro. Den Aufschwung beflügelten vor allem die internationalen Absatzmärkte (plus 22 Prozent), an der Spitze China, gefolgt von den USA, Russland, Vietnam, Polen, den Philippinen sowie Frankreich.

Das Geschäft in Deutschland war mit einem Wachstum von sieben Prozent zufriedenstellend. Die Exportquote erhöhte sich demzufolge von 65 auf 68 Prozent. Der Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatzanstieg von zehn bis 15 Prozent. Um weiteres Wachstum zu garantieren, investierte Human Optics am Standort St. Augustin in Nordrhein-Westfalen in die Automation zusätzlicher Produktionsprozesse.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 1|2017: http://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-01/unternehmen/wieder-in-der-gewinnzone

HiFi Forum Baiersdorf: Hier spielt die Musik

Seit 25 Jahren betreibt Heiko Neundörfer die HiFi Forum GmbH in Baiersdorf, wo er und seine Mitarbeiter HiFi-Anlagen, Heimkino- und Smart Home-Lösungen anbieten. Um den audiophilen Kunden die Anlagen auch passend präsentieren zu können, wurden im Ladengeschäft drei separate Hörstudios und ein Heimkino installiert. Dabei hatte Neundörfer klein angefangen, nämlich mit dem Verkauf von Lautsprechern, die ein Studienkollege von ihm baute. Da dies im elterlichen Haus irgendwann nicht mehr zu stemmen war, entstand mit dem Umzug 1991 das HiFi Forum.

Die Firma passte sich konsequent an die rasante technische Entwicklung in diesem Bereich an. Man ging von reinem HiFi- zu High-End-Audio-Lösungen über – Audio-Geräte, die besonders hohen Ansprüchen in Klang und Verarbeitung genügen.

Quelle: WiM 12|2016: http://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2016-12/Koepfe/hier-spielt-die-musik

Kempe: Immobilien, Mineralöl und Sport

Vor 70 Jahren hat der Kriegsversehrte Rudolf Kempe quasi aus dem Nichts heraus den Grundstock für die heutige Erlanger Firmengruppe gelegt. Der 2001 verstorbene Bürgermedaillen-Träger nutzte die Hochkonjunktur zu vielfältigen Geschäftsideen u. a. mit Baustoffen, Immobilien und Mineralöl.

Seine Tochter Katharina steuert heute mit ihrem Schwiegersohn Karsten Reichl das breit aufgestellte Unternehmen.

Als wichtigstes Standbein gilt die Entwicklung eigener Immobilien. So entstand in Möhrendorf ein Projekt mit 75 Wohneinheiten, ein Drittel davon vermietet. Der Stadt stellte man mit einem Gewerbemietvertrag eine Halle für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. In Möhrendorf betreibt Kempe ein Tennis-Center und nahe der Firmenzentrale wartet ein 40 000 Quadratmeter großes Grundstück auf die Erschließung. Auch sechs Autohöfe mit 700 Lkw-Stellplätzen hat das Unternehmen seit 1990 errichtet: bei Feuchtwangen an der A7, Thurnau (A70), Gollhofen (A7), Kirchberg (A6), Ansbach (A6) und den beim ADAC-Raststättentest siegreichen Autohof bei Burghaslach (A3).

Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens mit seinen 140 Mitarbeitern ist der schon 1954 begonnene Handel mit Mineralöl. Inzwischen stehen 42 Tankstellen unter Vertrag, davon 40 Prozent mit der Eigenmarke „Elo“. Obwohl das Geschäft mit Treibstoffen in Deutschland rückläufig ist, konnte Kempe den Absatz steigern.

Katharina Kempe und Karsten Reichl unterstützen zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen sowie den Handball-Erstligisten HC Erlangen. Die beiden Geschäftsführer engagieren sich zudem ehrenamtlich in der IHK: Katharina Kempe im Erlanger IHK-Gremium, Karsten Reichl im Verkehrsausschuss.

Quelle: IHK-WiM 11|2016 (http://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2016-11/Koepfe/immobilien-mineraloel-und-sport)