Pelzmärtel-Aktionstag am 11.11. – kostenloses Parken

Erlangen Genießen am Pelzmärteltag und dabei kostenlos parken (11.11.)

Der 11. November ist ein besonderer Tag: Zu Ehren des Heiligen Martin finden feierliche Laternenumzüge statt, in Gaststätten duften die Martinsgänse und der „Pelzmärtel“ bringt den Kindern Leckereien. Auch in Erlangen wir dieser Tag traditionell mit gefeiert. Mit einem bunten Programm lädt die Erlanger Innenstadt am Samstag, den 11.11., zum Flanieren, Genießen und Erleben ein.

Kostenlos Parken auf den öffentlichen Parkplätzen

Über 4300 kostenlose Parkplätze stellt die Stadt Erlangen an diesem besonderen Tag während der gebührenpflichtigen Zeit zur Verfügung. Alle öffentlichen Parkflächen mitsamt den Straßenzügen können somit genutzt werden:

Parkplatz Altstadt, Parkplatz Theaterplatz, Parkplatz / Parkhaus Innenstadt, Parkplatz unter der Hochstraße / Michael-Vogel-Straße, Zentralparkplatz Klinikum Maximiliansplatz, Besucherparkhaus des Universitätsklinikums an der Palmsanlage und alle kostenpflichtigen öffentlichen Stellplätze entlang der Straßen in der Innenstadt.

Quelle: City Management Erlangen, http://www.hierlang.info, http://www.erlangen-marketing.de/service/aktuelle_nachrichten/Pelzmaertel_Laternenumzug_am_11_November_2017.html

Erlanger Stadtrat: Konzept zur Gewerbeflächenentwicklung beauftragt

Der Erlanger Stadtrat hat am 26. Oktober 2017 die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept zur „Gewerbeflächenentwicklung“ zu erstellen. Die aufgeführten Leitlinien sollen dabei als Grundlage für die Konzepterstellung dienen. Ein Beteiligungskonzept mit externer Unterstützung soll den Prozess begleiten.

Quelle: Stadt Erlangen, Ratsinformationssystem

Letzte Vollsperrung der Martinsbühler Straße vom 30.10. bis 6.11.2017

Zum letzten Mal ist die DB-Unterführung Martinsbühler Straße in den Herbstferien, von Montag, 30. Oktober, bis Montag, 6. November 2017, für den Verkehr voll gesperrt. Wie die Stadt Erlangen von der DB Netz AG informiert wurde, findet in diesem Zeitraum die Asphaltierung der Unterführung selbst sowie in Bereichen des Fuchsengartens und der Baiersdorfer Straße statt. Die Umleitungsstrecke – über die Bayreuther Straße – ist ausgeschildert. Info: www.erlangen.de/verkehr

Quelle: Stadt Erlangen, Rathausreport Nr. 132, 23.10.2017

Campus der Sinne Erlangen: Wahrnehmung wird digital

Wie lassen sich Sehen und Hören, aber vor allem auch die „chemischen“ Sinne Riechen und Schmecken digital erfassen? Darum ging es am 15. September bei der Auftaktveranstaltung zum „Campus der Sinne Erlangen“.

Dort wollen künftig die Fraunhofer-Institute IIS und IVV sowie die Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam mit Unternehmen menschliche Sinneserfahrungen erforschen und digital umsetzen. Ziel ist es, daraus konkrete neue Technologien und Dienstleistungen abzuleiten.

Unternehmen und Start-ups aus nahezu allen Branchen haben die Möglichkeit, mitzuarbeiten. Die geplante Struktur des „Campus der Sinne Erlangen“ sieht drei Laboratorien mit unterschiedlichen Leistungsschwerpunkten vor. Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie Ingenieurwissenschaft, Medizin, Chemie und Neurowissenschaften arbeiten Hand in Hand zusammen, um den Technologietransfer im Bereich der digitalisierten Sensorik voranzutreiben. Für den Aufbau des Campus sind fünf Jahre angesetzt. Langfristig soll auf internationaler Ebene eine Vorreiterrolle im Bereich der digitalen Sensorik erreicht werden.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 10|2017, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-10/business/wahrnehmung-wird-digital

Stadt Erlangen: Zum Auftakt kostenlose Energieeffizienz- und Solarberatung für Gewerbebetriebe nach dem Windhundprinzip

In kleinen und mittleren Unternehmen stecken erhebliche Potentiale zur Energie- und Kosteneinsparung und damit zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. Ebenso kann es sinnvoll sein, zur Eigenstromversorgung Erneuerbare-Energien-Anlagen zu installieren.

Um diese Potentiale ausfindig zu machen stehen unabhängige Energieberaterinnen und Berater zur Verfügung. Sie führen Betriebsrundgänge durch, machen Analysen des Istzustands und
erarbeiten Maßnahmen zur Energieeinsparung.

Finanziell wird diese Beratung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis 80 % der Beratungskosten unterstützt. Ob sich eine PV-Anlage zur Eigenstromversorgung rechnet, wird durch den solaren EcoCheck untersucht.

Um diese Beratungsangebote vorzustellen, übernimmt die Stadt Erlangen die Kosten

  • für neun Betriebe für eine Energieeffizienz-Einstiegsberatung und
  • für fünf Interessenten einen solaren Eco-Check. Auch Vereine mit Liegenschaften können diese Angebote annehmen.

Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen umfangreiche Fördermöglichkeiten der KfW-Bank und des BAFA zur Verfügung.
Anmeldung zu den kostenlosen Angeboten und weitere Informationen gibt die städtische Energieberatung (Amt für Umweltschutz und Energiefragen, Schuhstr. 40, E-Mail:
konrad.woelfel@stadt.erlangen.de, Tel.: 09131 – 86 23 23).

Die Vergabe erfolgt nach dem Windhund-Prinzip.

Quelle: Stadt Erlangen, Amt für Umweltschutz und Energiefragen, https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1739/3830_read-34457/

Erlanger Stadtwerke: Die Stadt am Laufen halten

Rund 20 000 Häuser beliefert der örtliche Versorger mit Energie und Wasser.

Vor 50 Jahren wurde aus dem Eigenbetrieb der Stadt Erlangen die Erlanger Stadtwerke AG (ESTW) gegründet. Heute versorgen die ESTW als 100-prozentige Tochter der Stadt Erlangen ihre Einwohner mit Elektrizität, Wärme, Erdgas und Wasser. Darüber hinaus sind sie zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt, betreiben die Frei- und Hallenbäder und unterhalten im Auftrag des Beteiligungsunternehmens M-net Telekommunikation GmbH das Erlanger Telekommunikationsnetz.
Dabei schafft es die AG, profitabel zu bleiben: Mit 572 Mitarbeitern erwirtschafteten die ESTW im vergangenen Jahr einen Jahresgewinn von 5,6 Mio. Euro (2015: 5,4 Mio.) und kamen auf eine Bilanzsumme von 269 Mio. Euro.

Vor dem Jubiläum haben die ESTW kräftig investiert: Insgesamt 19,7 Mio. Euro flossen in die Sanierung des Freibades West. Auf dessen Gelände
entsteht ein Hallenbad, das das beim Frankenhof´mit über 60 000 Badegästen pro Jahr ersetzen soll. Ein neuer Wasserhochbehälter am Meilwald kostete sechs Mio. Euro und fasst zwölf Mio. Liter – drei Mal mehr als der sanierungsbedürftige Hochbehälter am Burgberg. Das Wasserwerk West, die Wasserkraftanlage „Werker“ und der Neubau
eines Blockheizkraftwerks im Siemens-Campus sind weitere Projekte. So stellt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Geus im Rückblick auf gut 50
Jahre fest: „Zu keiner Zeit gab es bisher irgendwelche Engpässe bei der Versorgung der Kunden mit Energie und Wasser.“ In Zahlen: Rund 20 000 Häuser sind bei einem Stromabsatz von 366 Mio. Kilowattstunden im Jahr an das über 1 000 Kilometer lange Stromnetz angeschlossen; 7 200
Haushalte erhalten Erdgas, 1 800 Fernwärme. Rund 13 Mio. Fahrgäste waren 2016 im Erlanger Liniennetz unterwegs und 29 000 Erlanger Haushalte werden mit Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde versorgt. In den letzten Jahren wurde kräftig in die schnellen Datenautobahnen investiert.

Die ursprüngliche Gründung als Eigenbetrieb der Stadt fand im Jahr 1858 als „Erlanger Gasgesellschaft AG“ statt. Weitergeführt bis 1915 als „Städtisch technische Werke Erlangen“ wurden die Stadtwerke schließlich 1967 in ein Unternehmen umgewandelt – seit 2001 haben die ESTW eine Konzernstruktur. Dass 1998 ein Bürgerentscheid den teilweisen Verkauf verhindert hat, sieht selbst der damalige Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis im Nachhinein als richtig und zukunftsweisend an – und ist sich in diesem Punkt einig mit seinem Nachfolger Dr. Florian Janik, der die Daseinsvorsorge auf keinen Fall an private Betreiber abgeben will. Klimaschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit fordert der ESTW-Aufsichtsratsvorsitzende Janik ebenso ein wie in der Zukunft die Vernetzung von Stadtteilen mit kleinräumigen Wärmelösungen. (ug.)

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 10|2017, http://www.wim-magazin.de/ausgaben/catalogs/WiM-10-2017/pdf/WiM-10-2017.pdf

Goldbeck: Umzug im Jubiläumsjahr

Die Niederlassung des Bielefelder Bauunternehmens Goldbeck feierte mit ihrem 25-jährigen Jubiläum auch den Umzug in das sogenannte „Papilio Office“ in der Erlangener Frauenweiherstraße.

Als Grund für den Umzug nennt Niederlassungsleiter Jürgen Taubmann die Expansion: „Unser Team vergrößert sich kontinuierlich. Irgendwann reichte die Kapazität an unserem Standort am Weichselgarten in Erlangen nicht mehr aus.“

Das Bürogebäude, das Goldbeck zusammen mit dem Erlanger Immobilienunternehmen Sontowski & Partner realisierte, besteht aus drei Etagen mit einer Gesamtfläche von 3 600 Quadratmetern. Der Grundriss gleicht der Form eines Schmetterlings, dem Namensgeber des Papilio (griechisch Schmetterling) Office. Außerdem realisiert Goldbeck aktuell auch den benachbarten Tech Park sowie ein Parkhaus und bebaut damit einen kompletten Straßenzug in Erlangen-Tennenlohe. Das Unternehmen verwirklichte im Geschäftsjahr 2015/16 mehr als 400 Projekte mit einer Gesamtleistung von über zwei Mrd. Euro. Aktuell sind insgesamt über 5 000 Mitarbeiter bei Goldbeck beschäftigt.

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 10|2017, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-10/unternehmen/umzug-im-jubilaeumsjahr

energie.effizienz.gewinner gesucht: Bewerbungsschluss am 15. Oktober 2017


Das Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen weist auf die Auszeichnung energie.effizienz.gewinner an nordbayerische Unternehmen aus Industrie, Handel und Gewerbe hin, die einmal im Jahr vergeben wird. Geehrt werden dabei Betriebe, die sich durch umfassende Energieeffizienzmaßnahmen hervorheben, als Vorbilder im Klimaschutz vorangehen und somit auch in die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens investieren.

In Erlangen und Umgebung ansässige Unternehmen werden aufgerufen, sich für die Auszeichnung zu bewerben. Voraussetzung ist, dass in den letzten drei Jahren mindestens eine EnergieeffizienzMaßnahme erfolgreich umgesetzt und damit mindestens 10% des Endenergieverbrauchs eingespart wurden. Informationen zur Ausschreibung und die Bewerbungsunterlagen finden sich unter
www.energie-effizienz-gewinner.de/jetzt-bewerben/.

Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2017.

Die Stadt Erlangen ist offizielle Unterstützerin der Auszeichnung, die seit 2015 von der Kompetenzinitiative ENERGIEregion Nürnberg e. V. gemeinsam mit den Partnern Energie Campus Nürnberg, Initiative
green.economy.nuernberg, N-ERGIE Effizienz GmbH, Sparkasse Nürnberg, Wirtschaftsreferat Nürnberg und 2be_die markenmacher verliehen wird.

Quelle: Stadt Erlangen, RathausReport vom 4. Oktober 2017: https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1864/1022_read-34417/

Bayerischer Gründerpreis 2017 in der Kategorie Nachfolge an Mauss Bau GmbH

Der Bayerische Gründerpreis 2017 geht in der Kategorie Nachfolge nach Erlangen. Bei der Verleihung am 14. September 2017 im Rahmen der UnternehmerKonferenz in Nürnberg wurde die Mauss Bau GmbH & Co. KG aus Erlangen ausgezeichnet.

In der Erklärung zur Preisvergabe heißt es:

“In der Kategorie „Nachfolge“ geht der Preis an die MAUSS BAU GmbH aus Erlangen, eines der führenden Bau-, Immobilien- und Dienstleistungsunternehmen in Bayern, das die Unternehmensnachfolge mustergültig von innen regeln konnte und seit dem Generationswechsel in der Geschäftsführung durch eine neue Ausrichtung über 200 Arbeitsplätze schaffen konnte.”

Quelle: Sparkassenverband Bayern, http://www.sparkassenverband-bayern.de/CS14/sparkassenverband-bayern.de/NACHFOLGE:-MAUSS-BAU-GmbH-&-Co.KG-893.html

Markt für Gewerbeimmobilien: Knapp gehalten

Die mittelfränkische Wirtschaft befindet sich in einer Boom-Phase. Der Gewerbeimmobilien-Markt kann damit nicht Schritt halten.

Flächen für Büros und Gewerbe bleiben knapp in Mittelfranken, die Preise bewegen sich auf hohem Niveau. Die expandierenden Betriebe haben deshalb weiterhin Mühe, ausreichend Flächen für ihr Wachstum zu finden. Hinzu kommt, dass potenzielle Gewerbeflächen angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen für Projekte des Wohnungsbaus umgewidmet werden. Martina Stengel, Expertin für Standortfragen und Gewerbeimmobilien bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken, sieht diese Entwicklung mit Sorge: „Wir dürfen die Daseinsvorsorge für unsere Betriebe nicht aus den Augen verlieren.“

… ERLANGEN

In Erlangen, das weiter an einem chronischen Gewerbeflächenmangel leidet, entsteht derzeit im südlichen Stadtgebiet das Großprojekt Siemens Campus, wo der Konzern auf einer stattlichen Grundstücksfläche von 540 000 Quadratmetern seine bisher verstreuten Standorte bündeln wird. Der erste Bauabschnitt des Vorhabens, in das Siemens insgesamt etwa 500 Mio. Euro investieren will, sieht acht große Bürogebäude mit ca. 90 000 Quadratmetern und drei Parkhäuser vor, die 2020 bezugsfertig sein sollen. Doch die freiwerdenden Flächen werden der Stadt keine wirkliche Entlastung bescheren, weil sie schon weitervermarktet sind. An einem weiteren Standort in Erlangen wird gerade der Neubau des Headquarters der Siemens Medizintechniksparte Healthineers mit rund 20 000 Quadratmetern fertiggestellt.

Außerdem bebaut die Unternehmensgruppe Engelhardt im Rahmen des Projekts Erlanger Höfe rund 32 000 Quadratmeter des ehemaligen Gossen-Geländes mit Wohnungen, Studenten- und Business-Apartments sowie Büroflächen und einem Hotel. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 155 Mio. Euro und soll im nächsten Jahr fertig sein. Mit 100 Mio. Euro entwickelt die Jost-Gruppe im Stadtteil Erlangen-Bruck bis 2019 das Quartier „Brucklyn“ mit über 20 000 Quadratmetern, auf denen Premium-Apartments, Gastronomie, Geschäfte sowie ein Business- und Gründerzentrum unterkommen sollen. Sontowski & Partner schließt mit dem 11 500 Quadratmeter großen Bürokomplex „TechPark E.17“ die letzte Baulücke im Gewerbegebiet Erlangen-Tennenlohe. Das Objekt ist bereits für einen Alleinmieter reserviert.

Der Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt Erlangen fehlen die Spielräume für Büro- und Gewerbeflächen. Zuletzt verfügte die Stadt nur noch über zwei Gewerbegrundstücke in Tennenlohe und Frauenaurach mit insgesamt ca. 12 000 Quadratmetern. Für beide Flächen finden bereits Verkaufsverhandlungen statt, sodass schon von einem faktischen Ausverkauf der städtischen Gewerbeflächen die Rede ist. An privaten Gewerbegrundstücken dürfte es lediglich vier unbebaute Flächen mit insgesamt rund 24 000 Quadratmetern zum Kauf geben. Die Verkaufsbereitschaft privater Eigentümer geht aber praktisch gegen Null, weil es in der Niedrigzinsphase keine attraktiven Anlageformen gibt, aber auch weil eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung vorgezogen wird. Für den Standort ist das ein alarmierendes Signal, zumal eine Unternehmensbefragung zeigte, dass 34 Firmen für eine Erweiterung oder Verlagerung passende Flächen suchen. Das Wirtschaftsreferat befürchtet daher sogar eine Abwanderung von erfolgreichen Unternehmen, die nicht erweitern können.

Bei der Standortplanung scheint auch das „Mitnehmen“ von Bürgern, Anwohnern und weiteren Interessengruppen eine zunehmend komplexe Aufgabe zu sein. Bei der Stadt Erlangen bedauert man immer noch den vor sechs Jahren verlorenen Bürgerentscheid für das Gewerbegebiet G 6 in Tennenlohe. Zuletzt wurde in Erlangen per Bürgerentscheid die Landesgartenschau 2024 abgelehnt, die zugleich Auftakt zur Entwicklung eines neuen Stadtteils „Regnitzstadt“ sein sollte. Wie es nun mit dem Großparkplatz in Zentrumsnähe weitergeht, wird heftig diskutiert.

Bürgervoten haben nicht nur in Erlangen die Ausweisung neuer Gewerbeflächen verhindert: In Feucht wurde vor zwei Jahren die Ausweitung des Gewerbegebietes gestoppt. 2014 kippte der Nürnberger Stadtrat vor der Kommunalwahl die vor 40 Jahren geplanten Reserveflächen von gut 340 Hektar des Nürnberger Hafens. Dabei ergab das Gewerbeflächengutachten allein für großflächige Logistikbetriebe, wie sie bereits im Güterverkehrszentrum (GVZ) am Hafen in großer Zahl angesiedelt sind, einen zusätzlichen Bedarf von knapp 80 Hektar. Schon bringen sich auch beim Nürnberger Großprojekt Brunecker Straße Naturschützer in Stellung, um die dortigen wertvollen Biotopflächen, wie sie häufig auf brachen Industrieflächen zu finden sind, zu erhalten. Dabei können Vorhaben wie dieses nur aus einem Kompromiss der unterschiedlichen Interessen aus Stadtentwicklern, Bürgern, Unternehmen, Beschäftigten, Naturschützern und Anwohnern gelingen.

Quelle IHK-Magazin 9|2017 inkl. Informationen über Nürnberg, Fürth, Schwabach und Ansbach: https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2017-09/Special/knapp-gehalten