Gesundheitsministerium: Einzelhandel kann ab morgen in der Stadt Erlangen öffnen / im Landkreis Click&meet möglich

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat heute die offiziellen Inzidenzeinstufungen bekanntgegeben, die relevant sind für die Öffnungsoptionen ab 8. März 2021 in der Wirtschaft.

Bei Inzidenzzahlen unter 50 kann der Einzelhandel unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen und einer Höchstzahl gleichzeitig anwesenden Kunden öffnen. Im Stadtgebiet Erlangens hat die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 50 als auch 35 nicht überschritten.

Im Landkreis ERH tritt aufgrund einer Inzidenz zwischen 50 und 100 die Öffnung mit Click&meet ein. Dabei müssen die Kunden konkrete Termine buchen. Pro 40 qm Ladenfläche kann ein Kunde das Geschäft dann zu der verabredeten Zeit besuchen.

Infos des Gesundheitsministeriums unter https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2021/173/baymbl-2021-173.pdf

Verschärfte Grenzkontrollen: Stadt Erlangen bittet um Meldung systemrelevanter Arbeitskräfte

Das Bundesministerium des Innern führt ab Sonntag, 14. Februar, vorübergehende Grenzkontrollen zu Tschechien und Österreich durch. Hintergrund ist die Einstufung von Tschechien und dem Bundesland Tirol in Österreich als Virusvarianten-Gebiete. Einreisen nach Deutschland aus Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich. Ausnahmen gelten insbesondere für systemrelevante Berufe, unter anderem im Gesundheitswesen, Arbeitskräfte in der Arzneimittel- und Medizinprodukteindustrie, akademische und vergleichbare Fachkräfte in der Informations- und Kommunikationstechnologie, Berufe im Bereich des Ingenieurwesens, Personen, die an systemrelevanten oder anderweitig wesentlichen Infrastrukturen arbeiten sowie Schutzkräfte und Sicherheitsbedienstete. Eine ausführliche Übersicht enthalten die Leitlinien der Europäischen Kommission zur Ausübung der Freizügigkeit der Arbeitskräfte während des COVID-19-Ausbruchs vom 30. März 2020.

Sollten in Erlanger Unternehmen oder Einrichtungen Personen arbeiten, die im systemrelevanten Bereich tätig sind, sind die diese mit Namen und Anschrift, Angaben zur Beschäftigung, KFZ-Kennzeichen sowie einer Kontakttelefonnummer am Montag, 15. Februar, bis spätestens 16:00 Uhr an die Mailadresse ordnungsbehoerde@stadt.erlangen.de zu melden. Es wird dann nach entsprechender Prüfung eine Bescheinigung ausgestellt.

Quelle: Stadt Erlangen

Martin Bauer Group: Pflanzensorten aus 80 Ländern

Ihren 90. Geburtstag hätte die MB-Holding GmbH & Co. KG in Vestenbergsgreuth, besser bekannt als Martin Bauer Group, gerne anders gefeiert.

 Das Unternehmen, zu deren Produktportfolio u. a. Tees, pflanzliche Extrakte für Getränke und Lebensmittel sowie pflanzliche Rohstoffe und Pflanzenpulver gehören, hätte gerne ein Familien-Sommerfest und eine Feier für die Mitarbeiter abgehalten. Wegen der Corona-Pandemie waren andere Ideen gefragt: So startete das Jubiläumsjahr am 24. August, dem Geburtstag von Firmengründer Martin Bauer, und bot den Beschäftigten seitdem u. a. virtuelle Vorträge der Geschäftsführung, eine Sonderausgabe des Mitarbeitermagazins und eine Kunstausstellung. Bis zum nächsten 24. August plant die Firmengruppe mit ihren mehr als 4 000 Mitarbeitern weitere Aktionen.

Den Grundstein für das Unternehmen legte Martin Bauer. Er befasste sich schon in jungen Jahren mit dem Suchen und Sammeln von wilden Kräutern und transportierte sie per Fahrrad zu Apotheken, Drogerien, Kranken- und Reformhäusern. Später begann er, selbst Felder anzulegen und eigene Kräuter anzubauen. 1930 gründete Bauer mit 28 Jahren sein Kräuterverarbeitungswerk, für das die Kräuter bald nicht mehr nur selbst angebaut, sondern zugekauft und weiterverarbeitet wurden. 1952 stieg Schwiegersohn Hans Wedel ins Geschäft ein. Er wandelte die Kräutergroßhandlung in einen produzierenden Betrieb um, sodass Kräuter- und Früchtetees zur wichtigsten Ware wurden. In den 60er Jahren wuchs das Unternehmen schnell, auch dank moderner Schneideanlagen für Tee, die täglich zehn Tonnen feine Kräuter produzieren konnten, mit denen fünf Mio. Teebeutel befüllt wurden. Außerdem baute Hans Wedel Geschäftsbeziehungen in Osteuropa auf. 1980 stiegen die Teespezialisten mit der Gründung der Tochterfirma Plantextrakt ins Extraktionsgeschäft ein. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Gruppe weltweit durch Akquisitionen und weitere Standorte in Europa.

Heute betreibt die Martin Bauer Group 20 Vertriebs- und Produktionsstandorte weltweit und setzt nach eigenen Angaben jährlich mehr als 500 Mio. Euro um. Für seine Produkte beschafft das Unternehmen 200 verschiedene Pflanzensorten aus 80 Ländern, in den Lagerhallen werden 40 000 Tonnen pflanzliche Rohstoffe aufbewahrt. So machen sich die Vestenbergsgreuther auch unabhängig von einzelnen Ernteausfällen. Die Produktentwicklung Kräuter- und Früchtetee kreiert jährlich 7 000 Produkte je nach Wunsch der Kunden, die u. a. aus der Tee-, Getränke- und Lebensmittelbranche stammen.

IHK-Azubi-Speed-Dating Erlangen wieder gestartet

Wie finden Bewerbungsgespräche für Ausbildungsplätze in diesem Jahr statt? Antwort: zu einem Großteil digital.

Die IHK-Geschäftsstelle Erlangen unterstützt diese Gespräche im April 2021 durch das IHK-Azubi-Speed-Dating. Unternehmen melden im Vorfeld ihre freien Ausbildungsplätze samt Ausbildungsvoraussetzungen an die IHK.
Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen suchen sich ihren gewünschten Ausbildungsberuf und erhalten von der IHK eine Liste der passenden Unternehmen samt Kontaktpartner.
Im April 2021 werden dann die digitalen Bewerbungsgespräche durchgeführt.

IHK-Ausbildungsunternehmen aus ER und ERH können sich zeitnah kostenlos anmelden:

https://www.ihk-nuernberg.de/azubi-speed-dating-erlangen

Corona: qPCR-Pooltests werden in Erlangen in Firmen getestet

Seit Januar 2021 gibt es in Erlangen in Zusammenarbeit mit der Professur Mikrobiologie die Möglichkeit, Firmenmitarbeiter und ihre Familienangehörigen regelmäßig zweimal pro Woche auf Covid-19 testen zu lassen.

Proben werden dabei zu Hause als Gurgelprobe genommen, in der Firma in Pools mit bis zu 30 Personen gesammelt und dann an der Universität mit einem PCR-Verfahren ausgewertet.

Ist der Pool positiv, so werden die individuellen Rückstellproben angefordert, die ebenfalls in die Firma mitgebracht wurden und (soweit es die Kapazität zulässt) noch am selben Tag ausgewertet.

Weitere Informationen finden Sie unter https://erlangen-gegen-corona.de/index.php?title=PCR-Pooltests_bis_30_Teilnehmer

Click & Collect in Bayern

Laut FAQ-Liste des Bayerischen Gesundheitsministerium vom 10.01.2021 sind folgende Vorgaben ab dem 11.01.2021 für den Abholdienst einzuhalten:

Click und Collect:

  • FFP2-Maskenpflicht für Kunden und Personal,
  • im Schutz- und Hygienekonzept sind insbesondere Maßnahmen vorzusehen, die eine Ansammlung von Kunden etwa durch gestaffelte Zeitfenster vermeiden.
  • Die Bereitstellung von Waren zur Abholung darf nur an einem entsprechenden Abholschalter oder ganz außerhalb des Ladengeschäfts stattfinden;
  • die Verkaufsräume als solche dürfen nicht für die abholende Kundschaft geöffnet werden.

Quelle: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2021/01/2021_01_10-positivliste.pdf

Online Veranstaltung für Arbeitgeber: „Flexibler und mobiler arbeiten. Was lernen wir aus der Krise?“

In Kooperation mit dem Bündnis für Familie findet am Mittwoch, 27. Januar 2021, 11:00 -12.30 Uhr eine Online-Veranstaltung zum Thema „Mobiles Arbeiten“ statt.

Die Themen Arbeitsflexibilität, Homeoffice und mobiles Arbeiten stehen seit Beginn der Corona-Pandemie im Fokus der betrieblichen Personalarbeit. In vielen Unternehmen konnte der Betrieb anfangs nur mit viel Improvisation aufrechterhalten werden. Mit der Einführung oder dem Ausbau von arbeitsflexiblen Maßnahmen wurden neue Wege beschritten, die viele Chancen bieten, eine zukunftsfähige Arbeitswelt zu gestalten.

Mit Blick auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt die Projektleiterin von „Erfolgsfaktor Familie“, Kirsten Frohnert, in dieser Online-Veranstaltung Orientierungshilfe, wie flexibles und mobiles Arbeiten in den betrieblichen Alltag überführt werden kann.

Im Austausch mit zwei regionalen Unternehmen schauen wir zudem in die betriebliche Praxis. Die imbus AG und die Peter Brehm GmbH berichten von ihren Erfahrungen.

Kostenlose Anmeldung über www.buendnis-fuer-familie.de

Kontakt: katja.engelbrecht-adler@erlangen-hoechstadt.de, 09131 803-1492

Käseecke Waltmann: Der Laibhaftige

Der „Maître fromager affineur“ Volker Waltmann schickt jährlich 200 Tonnen verfeinerten Rohmilchkäse an Gourmets in aller Welt.

Der Käse-Affineur Volker Waltmann aus Erlangen zählt 1 500 Hotels und Restaurants der Spitzenklasse und 3 500 Privatleute zu seinen Kunden. Die Liste reicht vom „Adlon“ in Berlin bis zur Allianz-Arena in München – und mancher Dax-Vorstand macht extra einen Abstecher ins Mittelfränkische, um Nachschub zu besorgen. Waltmann liefert nicht nur in viele Länder Europas, sondern auch nach Südafrika, Thailand und auf die Malediven. Mit seiner „Käse-Ecke“ hat er sich als Lieferant einen Ruf erarbeitet, der ihm mitunter sehr ausgefallene Aufträge einbringt. So wurde ihm einmal ein Flug in den Nahen Osten spendiert, um eine besondere Lieferung zu übernehmen: Ein 21 Jahre lang gereiftes und 800 Gramm schweres Exemplar eines „Tomme de Chèvre“ aus Ziegenmilch, von Waltmann in einem Metallkoffer mitgebracht, lieferte er zu Silvester auf den Tisch eines Scheichs in Dubai – zu dünnen Chips gehobelt und auf einem Thunfisch-Carpaccio verteilt.

Seine Spezialitäten lagert Waltmann in einem 200 Quadratmeter großen, in Deutschland einmaligen Backsteinkeller mit fast 100-prozentiger Luftfeuchtigkeit dank eingebauter Sprinklerrohre und dauerhaften neun Grad Celsius Temperatur. Dort kümmert er sich mit seinem achtköpfigen Mitarbeiterstab täglich liebevoll um seine „Rohlinge“ aus Ziegen-, Schafs- und Kuhmilch. Sie stammen meist von kleinbäuerlichen Betrieben aus Frankreich und werden über Wochen, Monate oder gar Jahre gepflegt, gewendet und verfeinert bis zum geschmacklich idealen Reifepunkt. Sie werden in Cidre gewaschen, in Calvados und Champagner getränkt, mit Rosenblüten ummantelt, gebürstet oder auf Stroh und in Fässern gereift, in denen vorher 15 Jahre lang Slyrs-Whiskey vom Schliersee gelagert hatte. Zahlenmäßig handelt es sich um rund 2 000 Laibe von bis zu 250 Sorten.

mehr in der WiM

Quelle: Wirtschaft in Mittelfranken 01|2021 – 12|2020, https://www.ihk-nuernberg.de/de/IHK-Magazin-WiM/WiM-Archiv/WIM-Daten/2020-12/Koepfe/der-laibhaftige

Tymwork: Partner, Projekte und Maschinen finden

Fachkräftemangel, fehlendes Spezialwerkzeug und eine Flut von Anfragen für Projekte – vor Problemen wie diesen stehen viele Betriebe. Sie möchten einerseits – mit Rücksicht auf die Mitarbeiter – die Auftragsauslastung optimieren, zum anderen wollen sie ihren Maschinenpark optimal nutzen, denn oft stehen Anlagen und Geräte lange Zeit ungenutzt herum oder die Investition lohnt sich kaum.  Das Start-up Tymwork UG in Erlangen, das im Frühjahr 2018 gegründet wurde, hat deshalb die Online-Plattform tymwork.de gestartet, die seit vergangenem Juli online ist.

Dort können Unternehmen Partnerfirmen für Projekte finden oder ihre Dienstleistungen anbieten. Zudem können sie Spezialwerkzeuge zum Verleih anbieten oder suchen. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich erst unverbindlich über die Chat-Funktion kennenzulernen und dann zu entscheiden, ob sie kooperieren wollen. Das Erlanger Start-up möchte so ein Netzwerk für Handwerk, Landwirtschaft und Dienstleistungen aufbauen. Dafür hat das vierköpfige Team um die Geschäftsführer Thomas Steinl und Yildirim Güzel auch eine Partnerschaft mit der Versicherungsgesellschaft VHV abgeschlossen, die mit verschiedenen Versicherungen sicherstellt, dass die Geschäftsabwicklung zwischen den Partnerfirmen ohne Risiko abläuft.